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08:37 15 Oktober 2019
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    Polizei in Köln (Symbolbild)

    Kölner Silvesternacht: Hälfte aller Verfahren eingestellt

    © AFP 2019 / Maja Hitij
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    Silvester-Übergriffe gegen Frauen in Köln (56)
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    Rund die Hälfte aller Verfahren gegen namentlich ermittelte Beschuldigte, die an den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht beteiligt gewesen sein sollen, sind eingestellt worden, wie die Kölner Staatsanwaltschaft auf Anfrage der dpa mitteilt.

    Insgesamt 333 Beschuldigte wurden demnach namentlich ermittelt und Verfahren gegen sie eingeleitet (Stand 1. Dezember 2016). Bei 87 von ihnen spielte der Vorwurf eines sexuellen Übergriffs eine Rolle. Von den daraus folgenden 267 Verfahren wurden 124 zwischenzeitlich bereits eingestellt. 80 davon allein, weil der Staatsanwaltschaft zufolge kein hinreichender Tatverdacht begründet werden konnte. 29 Verfahren mussten eingestellt werden, weil die Verdächtigen nicht auffindbar waren.

    Bis Dezember waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft 1222 Strafanzeigen in dem Ermittlungskomplex bearbeitet worden, 513 davon bezogen sich auf sexuelle Übergriffe.

    In der Silvesternacht war es in Köln und anderen deutschen Städten zu massenhaften Übergriffen auf Frauen und Mädchen gekommen, offenbar durch Menschen ausländischen Aussehens – Migranten und Flüchtlinge. Bei der Kölner Polizei waren nach Stand von Ende April mehr als 1500 Anzeigen eingegangen, wobei ein Drittel der Klagen im Zusammenhang mit Sexualstraftaten eingereicht wurde. Außerdem wurden zahlreiche Diebstähle gemeldet. Bei den Tatverdächtigen solle es sich um mehrere Hundert Männer mutmaßlich nordafrikanisch-arabischer Herkunft handeln.

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    Flüchtling, Verfahren, Übergriffe, Köln, Deutschland