15:43 05 August 2020
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    Rund 78 Prozent der Bewohner der Eurozone sprechen sich für die Durchführung von Wirtschaftsreformen aus. Das hat eine Studie der EU-Kommission ergeben.

    92 Prozent der Befragten unterstützten Reformen im Gesundheitswesen, 91 Prozent — Arbeitsmarktreformen, 89 Prozent — Reformen des Rentensystems, 79 Prozent — Steuerreformen.

    Zudem müssten die Regierungen der EU-Länder nach Ansicht von 76 Prozent der Befragten sparsamerer sein, um den Landeshaushalt an die demographischen Tendenzen zur Alterung der Bevölkerung in Übereinstimmung zu bringen.

    Zugleich stimmten nur 39 Prozent zu, dass erfolgreiche Reformen in anderen EU-Ländern die Durchführung von Reformen in ihrem eigenen Land gefördert hätten. Die größte Zustimmung hierbei zeigte Irland mit 63 Prozent, während Griechenland lediglich auf 28 Prozent und Deutschland auf 36 Prozent kamen.

    Außerdem vertraten 46 Prozent der Befragten die Auffassung, dass sich die Koordinierung der Wirtschaftspolitik zwischen den Ländern der Eurozone in letzter Zeit verschlechtert habe. Darüber hinaus möchten 67 Prozent der Befragten eine engere Koordinierung zwischen den Ländern der Region.

    Als Eurozone wird die Gruppe der EU-Staaten bezeichnet, die den Euro als offizielle Währung haben. Die Eurozone besteht aus 19 EU-Staaten und wird deswegen als Euro-19 bezeichnet. Zuletzt übernahm Litauen am 1. Januar 2015 als 19. EU-Land den Euro als offizielle Währung.

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    Tags:
    Studie, Eurozone, Wirtschaft, Reformen, EU-Kommission, EU, Europa, Griechenland, Deutschland