03:22 16 Dezember 2019
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    Star-Regisseur und mehrfacher Oscar-Preisträger Oliver Stone

    Oscar-Regisseur Oliver Stone über sein Gespräch mit Putin zu Snowden

    © AFP 2019 / Geoff Robins
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    Der berühmte US-Filmemacher Oliver Stone hat bei den Dreharbeiten zum Film „Snowden“ über den ehemaligen Geheimdienstler Edward Snowden mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesprochen, wie Stone am Samstag in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Times“ sagte.

    US-Filmemacher Oliver Stone in Moskau
    © Sputnik / Grigory Sysoev
    Putin äußerte laut Stone, er sei nicht begeistert von der Tat des geflüchteten Amerikaners, aber von dessen Mut beeindruckt.

    Stone bezeichnete unter anderem Russland als einziges Land in der Welt, das sich der US-Vorherrschaft widersetzen kann.

    „Sogar China wollte Snowden kein Asyl gewähren, weil es sich gefürchtet hat. Venezuela, Ekuador und Bolivien haben Asyl angeboten, die aber nicht so stark sind, um zur Wehr zu setzen. Die USA können ja ihre Spezialeinheiten in jedes Land schicken“, so der US-Filmemacher.

    Ferner erinnerte er daran, er habe unlängst die Dreharbeiten zum Dokumentarfilm über Putin abgeschlossen. „Ich bin sicher, dass ich dafür lebendig aufgefressen werde“, scherzte er.

    In den breiten Filmvertrieb in den USA kam der Film „Snowden“ offiziell am 16. September. Die Weltpremiere fand im Rahmen des internationalen Filmfestivals in Toronto, Kanada, statt. Das Drehbuch schrieb Oliver Stone gemeinsam mit seinem Mitautor Kieran Fitzgerald nach Motiven des Buches des britischen Journalisten Luke Harding „Edward Snowden. Geschichte einer Weltaffäre“ (Originaltitel: „The Snowden Files, The Inside Story of the World`s Most Wanted Man") sowie nach dem Buch „Wremja spruta“ (deutsch — Zeit des Kraken), das der russischen Anwalt Anatoli Kutscherena geschrieben hat.

    Im Juni 2013 hatte Snowden den Zeitungen „The Washington Post" und „The Guardian" vertrauliche Dokumente über die Programme der amerikanischen und britischen Geheimdienste zur globalen Überwachung übergeben. Nach seiner Flucht gewährte Russland dem Whistleblower zunächst einjähriges Asyl. Im August 2014 wurde die Aufenthaltsgenehmigung für Snowden um drei Jahre verlängert.

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    Tags:
    The Guardian, The Washington Post, The Times, CIA, Anatoli Kutscherena, Edward Snowden, Oliver Stone, Wladimir Putin, Ekuador, Bolivien, Venezuela, USA, Russland