11:39 20 Februar 2020
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    Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat der staatlichen Atomenergieorganisation am Dienstag die Anordnung erteilt, die Entwicklung eines nuklearen Schiffsantriebs einzuleiten, meldet Reuters.

    In der Direktive heißt es, dass die Iranische Atomenergieorganisation binnen drei Monaten einen Plan für die Entwicklung einer Reaktoranlage für die Schifffahrt sowie die Treibstoffproduktion für diese Zwecke vorlegen soll. Der Schritt sei Rouhani zufolge eine Antwort auf die Verletzung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA.

    Die Anlage werde im Bereich des Seeverkehrs eingesetzt, heißt es in einer Erklärung des iranischen Staatsoberhaupts, die von der Agentur IRNA zitiert wird.

    Am 1. Dezember hatte der US-Senat mit einer klaren Mehrheit einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Sanktionen gegen den Iran um zehn weitere Jahre verlängert.

    Der Iran und die Sechser-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) hatten am 14. Juli 2015 in Wien eine Lösung im jahrelangen Atomstreit erzielt. Das Papier konzipierte einen gemeinsamen, umfassenden Handlungsplan, dessen Erfüllung zur Aufhebung der Wirtschaftssanktionen führen soll, die der UN-Sicherheitsrat, die USA und die EU zuvor gegen den Iran verhängt hatten. Der Iran verpflichtete sich demnach, im Reaktor von Arak kein waffenfähiges Plutonium mehr zu produzieren.

    Der Aktionsplan trat am 16. Januar 2016 in Kraft. Ende Februar erklärten Vertreter der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Teheran komme seinen Verpflichtungen nach.

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    Tags:
    Sanktionen, Atomenergie, Schiffe, Atomabkommen, Hassan Rohani, USA, Iran