09:12 29 Januar 2020
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    Mit dem Fall um das berühmte „Krim-Gold“ muss sich nun ein höheres Gericht auseinandersetzen, da die Krim-Museen das zuletzt gefällte Urteil anfechten wollen, wie der Museen-Anwalt Michel van Leven sagte.

    „Das niederländische Verfahrensrecht sieht vor, dass bei einer Anfechtung in einem höheren Gericht der Fall neu verhandelt wird, und zwar von anderen Richtern“, so Leven. „Man kann erneut Beweise anführen. Ich hoffe sehr, dass das passiert“, sagte van Leven, der die Interessen der Museen vertritt.

    Die letzte Entscheidung wird dann wohl vom Hohen Rat der Niederlande getroffen, der auch herangezogen werden kann, sollte das nächsthöhere Gericht das vorherige Urteil bestätigen sollte. Die Krim-Museen haben nun drei Monate, um die Anfechtung vorzubereiten.

    Das Bezirksgericht Amsterdam hatte zuvor, die aus Museen der Krim stammende Sammlung „Krim: Gold und Geheimnisse des Schwarzen Meeres“ an die Ukraine gegeben. Russland hatte dazu bereits erklärt, es wolle die Entscheidung vor einer höheren Instanz anfechten.

    Die Kollektion des Skythen-Golds war im Februar 2014 für eine Ausstellung an das Allard Pierson Museum in Amsterdam übergeben worden – noch vor dem Anschluss der Halbinsel an Russland. Nach langen Verhandlungen sind die russischen Museen den Gerichtsweg gegangen, um die Rückgabe der Exponate vom niederländischen Museum einzufordern. Die Kollektion besteht insgesamt aus rund 2.000 Exponaten.

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    Tags:
    Gericht, Niederlande, Krim, Russland, Ukraine