02:36 22 April 2018
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    Polizei in Berlin

    Berliner Polizei stürmt Moschee-Verein

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    Die Sicherheitskräfte haben bei einer Reihe von Einsätzen in Berlin nach dem Terrorverdächtigen Anis Amri gesucht. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte am Donnerstag auch einen Salafistentreffpunkt im Stadtteil Moabit, wie die Agentur dpa meldet.

    Dort soll auch der Tunesier Amri verkehrt haben. Nach Angaben der "Berliner Zeitung" seien bei dem Einsatz gegen den Moschee-Verein "Fussilet 33" Blendgranaten benutzt und eine Tür aufgesprengt worden.

    Der Moschee-Verein "Fussilet 33" wird im jüngsten Bericht des Berliner Verfassungsschutzes als Treffpunkt von Islamisten geführt. Beim Islamunterricht sollen dort Muslime — meist Kaukasier und Türken — für den bewaffneten Kampf der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) in Syrien radikalisiert worden sein. Dort sei zudem Geld für Terrorattacken in Syrien gesammelt worden. 2015 hatte die Polizei die Räume schon einmal gestürmt. Ein Iman saß zeitweise in Untersuchungshaft.

    Nach dpa-Angaben gab es noch weitere Einsätze gegen mögliche Kontaktpersonen Amris in Berlin. Auch U-Bahnen wurden nach Hinweisen aus der Bevölkerung durch die Polizei auf der Suche nach dem Verdächtigen gestoppt. Nach Angaben eines dpa-Reporters durchsuchten Spezialkräfte mit Maschinenpistolen auch eine Bahn am U-Bahnhof Mehringdamm. Die Suche blieb ergebnislos.

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    Durchsuchung, Moschee, Einsatz, Sturm, Granate, Anschlag, Polizei, SEK, Anis Amri, Berlin