20:21 14 November 2019
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    Der scheidende US-Präsident Barack Obama

    Kreml: Obama dämonisiert Russland - statt Bilanz eigener Präsidentschaft zu ziehen

    © REUTERS / Kevin Lamarque
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    Für die USA ist es einfacher, Russland zu dämonisieren, als die Bilanz der Präsidentschaft von Barack Obama zu ziehen, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilte.

    Damit reagierte der Sprecher des russischen Präsidenten auf die jüngsten Berichte von US-Medien über ein angebliches Geheimtelefonat zwischen Barack Obama und Wladimir Putin zu möglichen Cyberangriffen seitens Russlands.

    „Es ist am einfachsten das Bild eines teuflischen Feindes aufzudrängen sowie unser Land und unseren Präsidenten Putin zu dämonisieren. Das ist simpler, als die Bilanz der Präsidentschaft zu ziehen, als darüber nachzudenken, was aus dem zuvor Versprochenen umgesetzt wurde und was nicht, was gelungen ist und was nicht; wie es mit der Sicherheit aussieht; zu welchen katastrophalen Auswirkungen diese oder jene Entscheidungen in der Außenpolitik geführt haben und so weiter“, sagte Peskow.

    Die Anschuldigungen der USA, Russland stünde hinter diversen Hackerangriffen, bezeichnete der Kreml-Sprecher erneut als „völlig absurd“.

    Am Vortag hatte Peskow bestätigt, dass der scheidende US-Präsident Barack Obama im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen das sogenannte „rote Telefon“ – den heißen Draht – zwischen Moskau und Washington genutzt habe, um mit seinem russischen Amtskollegen, Wladimir Putin, zu telefonieren. Bei diesem Telefonat habe Obama auf angebliche russische Hackerangriffe aufmerksam gemacht, aber keine Beweise dafür nennen können. Da jegliche Argumente fehlen, seien all diese Anschuldigungen absolut unbegründet, so Peskow.

    Zuvor hatte der US-amerikanische TV-Sender NBC News unter Verweis auf eigene Quellen mitgeteilt, dass Obama zum ersten Mal in seiner Amtszeit das „rote Telefon“ mit Moskau benutzt haben soll.

    Laut dem TV-Sender soll wenigstens einer der Oberberater Obamas ihm ausdrücklich empfohlen haben, sich mit Putin hinsichtlich der angeblichen russischen Cyberangriffe auf politische US-Institutionen in Verbindung zu setzen. Obama habe die ohnehin angespannte Situation nicht zuspitzen wollen und deshalb Moskau erneut vor möglichen Folgen einer „Hacker-Einmischung“ in den Wahlkampf gewarnt, wobei er erstmals die Worte „bewaffneter Konflikt“ verwendet haben soll.

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    Tags:
    Sicherheit, Außenpolitik, geheim, Telefonat, Hackerangriff, Kreml, Barack Obama, Dmitri Peskow, USA, Russland