21:41 11 Dezember 2019
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    Lkw-Attentäter Anis Amri in Mailand erschossen

    Italien bestätigt Tod des gesuchten Terrorverdächtigen Anis Amri

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    Das italienische Innenministerium hat bei einer Pressekonferenz in Rom bestätigt, das der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri in Mailand erschossen wurde. Die Fingerabdrücke des Getöteten und Amri seien identisch.

    Vor seiner Reise nach Mailand soll Amri auch in Turin gewesen sein. Bei seiner Flucht hatte er offenbar Unterstützer gehabt, sagte der italienische Innenminister Marco Minniti.

    Zuvor hatten italienische Medien unter Berufung auf Angaben aus Sicherheitskreisen berichtet, dass der mutmaßliche Attentäter von Berlin Anis Amri bei einer Schießerei in Mailand erschossen worden ist.

    Nach Angaben des Innenministeriums ist er offenbar gegen drei Uhr am Morgen in der Nähe des Hauptbahnhofs von Mailand nach einem Schusswechsel von Sicherheitsbeamten erschossen worden. Nach Italien sei der Terrorverdächtige aus Frankreich eingereist, was durch ein Zugticket bestätigt sei. Derzeit werde geprüft, ob die bei Amri entdeckte Pistole des Kalibers 22 dieselbe Waffe sei, mit der der polnische Beifahrer des Lkws erschossen wurde.

    „La repubblica“ berichtet, dass der Terrorverdächtige das Feuer auf zwei Polizisten eröffnet habe, nachdem diese ihn um Dokumente gebeten hatten. Daraufhin habe er eine Pistole aus seinem Rucksack gezogen und geschossen. Die Polizisten sollen das Feuer erwidert haben. Eine Kugel, die der Fahrer des Streifenwagens aus dem Auto abgefeuert habe, soll den mutmaßlichen Attentäter von Berlin tödlich getroffen haben. Ein Polizist soll dabei an der Schulter verletzt worden sein.

    "Es gebe keine regierungsamtliche Bestätigung, dass es sich um den Täter handele. Die Anzeichen verdichten sich, dass es sich um die Person handelt. Sollte es zutreffen, ist das Innenministerium erleichtert", hieß es auf der Regierungs-Pressekonferenz in Berlin.

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    Tags:
    Lkw, Marco Minniti, Mailand, Italien, Berlin