08:09 28 März 2017
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    Lkw-Attentäter Anis Amri in Mailand erschossen

    „Töte Deinen Onkel!“: Berliner Attentäter „bekehrte“ Neffen zum IS Medien

    © AP Photo/ Daniele Bennati
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    Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt (110)
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    Der Berliner Attentäter Anis Amri soll seinen Neffen gezwungen haben, einen weiteren Onkel zu töten, um damit der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) seine Treue zu beweisen, wie die Zeitung „The Telegraph“ am Montag unter Verweis auf die tunesische Polizei berichtet.

    Demnach soll Amri seinem Neffen Fadi in Tunesien Geld überwiesen haben, damit er noch vor dem Terroranschlag nach Europa kommen könnte. Zudem soll er Fadi gezwungen haben, seinen Onkel, den Ehemann von Amris älterer Schwester, zu töten.

    Zuvor hatte das tunesische Innenministerium im Zusammenhang mit dem Berliner Attentäter Anis Amri drei Personen festgenommen, darunter auch einen Neffen des Mörders. Die drei gefassten Verdächtigen seien Mitglieder einer „Terrorzelle“, die in Verbindung zu Amri gestanden haben soll.

    Am 19. Dezember war ein Lkw in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Zentrum Berlins gerast. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben, 48 wurden verletzt. Die deutschen Behörden stuften das Attentat als Terroranschlag ein. Die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat", IS) bekannte sich zu der Tat. Der mutmaßliche Täter, der 24-jährige Tunesier Anis Amri, wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Am Freitag wurde Amri bei einem Schusswechsel mit der Polizei in einem Vorort von Mailand in Italien erschossen.

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    Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt (110)

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    Tags:
    Beweise, Treue, Terrormiliz Daesh, The Telegraph, Anis Amri, Italien, Tunesien, Deutschland
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    Alle Kommentare

    • LeBon
      Das ist ein Ergebnis wenn der Westen fremde Nationen zerstört. Die böse Tat schlägt auf ihn zurück.
    • avatar
      Thomas
      Denke, dass hier mit Fachkräften im Kriminalbereich und kriminaltechnisch aufgerüstet werden muß.
      Zum Beispiel Brillen für Polizisten, die in einem Attentats LKW Ausweisdokumente sehen können.

      Oder solche mit den Kriminalköfferchen für Kinder, die Fingerabdrücke von Lenkrädern nehmen können.
      Oder solche Bildbearbeiter, die auch mal Fahndungsfotos ohne schwarzen Balken produzieren, solange ein Terrorist noch im Land ist.
      Ein Arzt der eine Todesursache auf Schußversetzungen verifizieren kann und die Presse dann nicht auf Schnettwunden abstellt. Es könne ja sein, dass dann die Medien vor einen mit einer Pistole bewaffneten Täter mit richtigem Bild warnen.
      Turnschuhe und leichtere Ausrüstungen für Polizisten, damit die auch mal hinter einem Terrorverdächtigen hinterherlaufen können um den dann auch mal in eine Zelle bekommen, wo der kein Suizit begeht und auch nicht gefesselt ohne Entzündungsquelle oder Brandmittel in der Nähe verbrennt.
      Ggf. wird dann mal ein Terrorverdächtiger vor Gericht gestellt, der dann mal über die Hintergründe und Hintermänner so richtig auspacken kann.

      Etwas mehr als die Verfassungsschutzämter in den NSU- Untersuchungsausschüssen z.B..

      Bemühungen zur Ausbildung sind gerade in Sachsen/Dresden im vollem Gange:

      cyber4kids.de/veranstaltungen/kriminalistische-abenteuerreise-mit-kommissar-schnueffel-und-tante-kae
      Das Mitbringen einer Brille ist dringenst geraten, auch wenn die sich nicht jeder leisten kann um Ausweise am Tatort Tage später zu finden.
    • Aristoteles
      Da fragt sich doch jeder normale Mensch,
      warum man nicht handelt, wenn man so viel weiß.
      AfD wählen!
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