01:55 21 November 2017
SNA Radio
    Abschied vom ermordeten Botschafter Andrej Karlow

    Ankara: Türkische Medien dürfen nicht über Botschafter-Mord berichten

    © Sputnik/ Sputnik
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Attentat auf Russlands Botschafter in Ankara (57)
    10745524

    Ein Gericht in der Türkei hat den Medien im Land vorübergehend verboten, über die Ermittlungen der Ermordung des russischen Botschafters in Ankara, Andrej Karlow, zu berichten, wie der TV-Sender CNN Turk mitteilt.

    Grund für die Entscheidung, die auf Antrag der türkischen Staatsanwaltschaft getroffen worden sei, soll demnach die Auffassung sein, dass die Veröffentlichung von Informationen, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen stehen, die Durchführung der Untersuchung hindern könnte.

    Den türkischen Medien ist es demnach verboten, über den Stand der Ermittlungen und über verdächtige und andere im Zusammenhang mit dem Fall stehende Personen zu berichten sowie Bilder vom Tatort zu veröffentlichen.

    Der russische Botschafter Andrej Karlow war am 19. Dezember in Ankara vor laufenden Kameras erschossen worden, als er bei der Einweihung einer Fotoausstellung eine Ansprache hielt. Der Angreifer war ein 22-jähriger türkischer Polizist namens Mevlut Mert Altintas, der die Veranstaltung bewachen sollte. Er wurde auf der Stelle von Sicherheitskräften getötet.

    Laut der türkischen Regierung stünden hinter dem Anschlag Anhänger des in den USA ansässigen Oppositions-Predigers Fethullah Gülen. Innenminister Süleyman Soylu zufolge waren die Terroranschläge im Land nach den Präsidentschaftswahlen im Juni 2015 und der Mord an Karlow Teile desselben Plans.

    Die Terrormiliz Dschebhat Fatah al-Scham (früher al-Nusra-Front) hat die Tat für sich beansprucht.

    Themen:
    Attentat auf Russlands Botschafter in Ankara (57)

    Zum Thema:

    Mord an Botschafter in Ankara ist Angriff auf Russland – Kreml
    Letztes Geleit: Moskau verabschiedet sich von ermordetem Botschafter - VIDEO
    US-Journalist rechtfertigt Mord an russischem Botschafter – Netz empört
    Tags:
    Berichterstattung, Verbot, Medien, CNN Turk, Süleyman Soylu, Fethullah Gülen, Türkei
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren