03:12 16 November 2019
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    Suchoperation am Absturzort der Tu-154

    „Verdammt, Landeklappen“ – letzte Worte von Tu-154-Pilot kurz vor Crash

    © Sputnik / Nina Zotina
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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)
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    „Verdammt, Landeklappen! Kapitän, wir stürzen ab!“ Das waren die letzten Worte eines Co-Piloten, wie russische Medien nach den ersten Auswertungen des am Dienstag im Schwarzen Meer geborgenen Voice-Recorder der verunglückten Maschine inoffiziell berichteten.

    „Vorläufigen Angaben zufolge hatten die Landeklappen an den beiden Flügeln nicht synchron funktioniert, die Hubkraft war unzureichend, die Maschine stürzte ins Meer“, sagte ein Experte des operativen Stabes, der anonym bleiben wollte.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau haben die ersten Auswertungen die Zahl der möglichen Absturzursachen deutlich verringert. „Die endgültigen Resultate liegen aber erst nach der Prüfung aller Faktoren vor“, hieß es.

    Von ausschlaggebender Bedeutung wird die Auswertung des Flugdaten-Recorders sein. Dann wird endgültig klar, was sich an Bord der Maschine kurz vor dem Absturz abgespielt hat.

    Sucharbeiten am Absturzort der Tu-154 über dem Schwarzen Meer
    © Foto : Pressedienst des russischen Zivilschutzministeriums

    Die Tu-154 mit 84 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord war am frühen Sonntagmorgen wenige Minuten nach dem Start im Flughafen von Adler bei Sotschi von den Radaren verschwunden. Die Maschine sollte Mitglieder des weltberühmten Alexandrow-Armeechors zu einem Konzert nach Syrien bringen. Unter den Passagieren befanden sich auch neun Mitglieder der Kamerateams von drei russischen Fernsehsendern sowie einige Militärs und Amtsträger. Das Flugzeug stürzte etwa 1,7 Kilometer von der Küste ins Schwarze Meer ab. Niemand überlebte.

     

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    Voice-Recorder, Piloten, Flugzeugabsturz, Russland