21:50 25 Februar 2017
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    Benjamin Netanjahu auf der Rahav, dem fünften U-Boot der israelischen Marine und ein Erzeugnis der ThyssenKrupp Werft in Kiel

    Deutsche U-Boote machen Netanyahu Ärger: Generalanwaltschaft ermittelt gegen Premier

    © REUTERS/ Baz Ratner/File Photo
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    Im Streit um einen Vertrag über deutsche U-Boote hat die israelische Generalstaatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eröffnen lassen, wie Reuters unter Berufung auf den TV-Sender Channel 10 am Mittwochabend berichtete.

    Eine Sprecherin des Justizministeriums gab demnach an, dass Generalstaatsanwalt und Polizei eng zusammenarbeiteten. Bislang sei noch nicht klar, um welche Anschuldigungen es konkret gehe. Die Öffentlichkeit solle bald umfassender informiert werden. Dem Medienbericht zufolge dürfte es sich gar um zwei mit Netanyahu verbundene Fälle handeln, einer von denen war zuvor nicht gemeldet worden.

    Von Netanyahu bzw. dessen Büro steht eine Stellungnahme noch aus.

    Zuvor hatte eine israelische Polizei-Kommission Ermittlungen zum Ankauf von drei deutschen U-Booten des ThyssenKrupp-Marine Systems eingeleitet. Die Untersuchung bedeutete vorerst keine Einleitung eines Strafverfahrens. Sie richtete sich zunächst auf den persönlichen Rechtsberater und Anwalt Netanyahus, David Schimron, nicht gegen den Ministerpräsidenten selbst.

    Der Premier ist beschuldigt worden, die U-Boote gegen den Willen des Verteidigungsministeriums bestellt zu haben.

    Tags:
    Staatsanwaltschaft, Ermittlung, U-Boot, Thyssen-Krupp, Benjamin Netanjahu, Israel