06:00 26 Februar 2020
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    Das Oberste Verwaltungsgericht Finnlands hat den führenden finnischen Lieferanten von Molkereiprodukten „Valio“ verpflichtet, 70 Millionen Euro als Strafe für den Missbrauch seiner dominanten Marktposition im Zeitraum 2010-2012 zu zahlen, geht aus einer Mitteilung der Lebensmittel-Holding vom Donnerstag hervor.

    In jenem Zeitraum soll Valio der Mitteilung zufolge die eigene Marktposition missbraucht und Milch zu Dumpingpreisen verkauft haben. Aus dem Unternehmen hieß es, man sei über dieses Gerichtsurteil enttäuscht.

    Der Vorsitzende des Valio-Direktorenrates, Vesa Kaunisto, erklärte, dieses Urteil gebe den Konkurrenten die Möglichkeit, auf dem Gerichtsweg eine Entschädigung für die erlittenen Verluste einzufordern, weshalb sich der Prozess über mehrere Jahre hinziehen könnte. Das Unternehmen verfüge zwar über eine finanzkräftige Position, was ihm quasi als Polster dienen könne, allerdings werde man in den nächsten zehn Jahren die Investitionsprojekte in Finnland überdenken müssen, räumte er ein.

    Valio gehören 15 Betriebe in Finnland. Zudem unterhält das Unternehmen zwei Fabriken in Estland sowie eine Fabrik zur Produktion des Schmelzkäses „Valio“ in Russland.

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    Tags:
    Valio, Vesa Kaunisto, Finnland