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    Wohnungslose Kinder (Symbolbild)

    Tausende Kinder und Jugendliche haben bundesweit kein Dach überm Kopf

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    29.000 Kinder und Jugendliche haben in Deutschland Schätzungen zufolge keinen festen Wohnsitz, wie der Nachrichtensender n-tv berichtet. Sozialorganisationen fordern nun verstärkte staatliche Unterstützung.

    Die sogenannten „Sofahopper“ leben in verdeckter Obdachlosigkeit, das heißt überwiegend auf der Straße, doch gelegentlich auch bei Bekannten oder in Notunterkünften. Sie hätten meist den Kontakt zu ihren Eltern verloren und nur kaum Aussicht auf Ausbildung oder eine Arbeit. Ihnen drohe „der völlige soziale Absturz“, sagt Markus Seidel, Sprecher der Straßenkinder-Hilfsorganisation „Off Road Kids“ gegenüber n-tv. Häufig handele es sich bei den wohnungslosen jungen Erwachsenen um ehemalige Heimkinder. 

    Organisationen und Stiftungen fordern eine Reform des Jugendhilfesystems. Gemäß dem geltenden Kinder- und Jugendhilfegesetz sollen Heimkinder zwar auch noch im jungen Erwachsenenalter betreut werden, doch in der Praxis geschehe das aus finanziellen Gründen oft nicht, berichtet der Sender. Daher sei eine bundesweite Förderung nötig, die den Jugendämtern ermögliche, die Betreuungsaufgaben vollständig umzusetzen.

    Nach Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenilfe (BAG W), gibt es deutschlandweit derzeit rund 335.000 Wohnungslose, darunter 29.000 Kinder und Jugendliche. Eine Statistik dazu gibt es in Deutschland nicht.

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    Hilfe, Jugendliche, Kinder, Wohnung, Obdachloser, Deutschland