06:13 30 Oktober 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Europa in Terrorgefahr (2017) (49)
    6133
    Abonnieren

    Die deutsche Bundesanwaltschaft hat am Dienstag in einem Flüchtlingsheim in Berlin die Unterkunft einer Kontaktperson des Attentäters beim Anschlag am Berliner Breitscheidplatz durchsuchen lassen, heißt es in einer Mitteilung, die auf der Webseite der Behörde veröffentlicht ist.

    Dabei soll es sich um einen 26-jährigen Tunesier handeln, der den Täter Anis Amri spätestens seit Ende 2015 gekannt und mit ihm „in zeitlicher Nähe zum Anschlag" in Kontakt gestanden haben soll. Deshalb wird er verdächtigt, von den Anschlagsplänen gewusst und Amri sogar geholfen zu haben.

    Außerdem wurde eine Wohnung in Berlin durchsucht, in der sich ein früherer Mitbewohner von Amri aufgehalten haben soll. Dieser soll ebenfalls in zeitlicher Nähe zum Anschlag Kontakt zu Amri gehabt haben, wird aber von der Bundesanwaltschaft lediglich als Zeuge angesehen.

    Mit diesen Maßnahmen will die Bundesanwaltschaft weitere Erkenntnisse über das „Vor- und Nachtatverhalten" von Anis Amri gewinnen.

    Anis Amri hatte am 19. Dezember in Berlin mit einem gestohlenen Lastwagen zwölf Menschen getötet und über 50 schwer verletzt. Einige Tage später wurde er in Mailand von einem Polizisten erschossen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Europa in Terrorgefahr (2017) (49)

    Zum Thema:

    Nach Lkw-Attentat: Oberstaatsanwalt warnt vor südeuropäischen „Terror-Wiegen“
    Fall Amri - Innenexpertin: „Man will behördliches Versagen nicht zugeben“
    „Armutszeugnis für Rechtsstaat": Kriminalbeamtenbund bewertet Fall Amri
    Sim-Karte entdeckt: War Anis Amri auch in den Niederlanden?
    Mutmaßlicher Kontaktmann von Anis Amri gefasst
    Tags:
    Durchsuchungen, Kontakte, Lkw, Anschlag, Bundesanwaltschaft, Anis Amri, Berlin, Deutschland