13:41 18 Dezember 2017
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    Wahl-Manipulation? US-Geheimdienste nehmen sich nun Sputnik und RT vor - ohne Beweise

    © Sputnik/ Igor Russak
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    Die US-Geheimdienste haben am Freitag einen Bericht veröffentlicht, laut dem nun Russland die Medien, allen voran die Agentur Sputnik und den TV-Sender RT, genutz haben soll, um dem designierten US-Präsidenten Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen.

    Dabei werden, wie auch bei früheren Anschuldigungen, erneut keinerlei Beweise vorgelegt. Und dies obwohl Moskau die Vorwürfe mehrmals zurückgewiesen und immer wieder konkrete Belege forderte. Neben der russischen Führung und Politikern wies sogar Trump selbst jegliche Anschuldigungen gegen Russland als unbegründet und lächerlich zurück.

    „Die Einflusskampagne auf die Wahlen erfolgte nach Russlands Strategie im Bereich der Berichterstattung und nutzte Aufklärungsoperationen wie Cyberangriffe in Kombination mit offenen Bemühungen seitens russischer Staatsinstitutionen, staatlich finanzierter Medien, dritter Vermittler sowie als ‘Trolls’ bekannter bezahlter User der Sozialen Netzwerke“, heißt es in dem CIA-Bericht.

    „Die russische Propaganda-Maschine, bestehend aus örtlichen Medien, die sich auf ein globales Auditorium der Massenmedien richten, wie RT und Sputnik, sowie ein Netz von quasi-staatlichen Trolls trug zu der Einflusskampagne bei“, wird weiter behauptet.

    Die US-Geheimdienste meinen, Russland wolle die bei den US-Wahlen gesammelte Erfahrung nun angeblich auch in der ganzen Welt anwenden. "Russische Geheimdienste schätzen ihren Einfluss auf die Wahlkampagne als Erfolg ein“, heißt es.

    Der scheidende US-Präsident Obama hatte zuvor die russischen Geheimdienste GRU und FSB für die Cyberattacken verantwortlich gemacht und gegen diese und sieben weitere russische Organisationen und Privatpersonen Sanktionen verhängt. Darüber hinaus stempelte Obama 35 russische Diplomaten als Agenten ab und verwies sie des Landes. Auf seinen Befehl wurden zwei russische Niederlassungen in New York und Maryland dicht gemacht.

    Russland weist die Vorwürfe zurück. Der Kreml kündigte spiegelbildliche Gegenmaßnahmen an, Außenminister Sergej Lawrow schlug die Ausweisung von 35 US-Diplomaten vor. Doch Staatschef Wladimir Putin lehnte die Vergeltungsmaßnahmen überraschend ab. Obamas letzte Sanktionen seien zwar provokant, doch Russland werde seine nächsten Schritte bei der Wiederherstellung der Beziehungen zu den USA je nach Politik der Administration von US-Präsident Donald Trump gestalten, begründete Putin seine Entscheidung. Putin sprach zudem eine ungewöhnliche Einladung aus: Alle Kinder der in Russland akkreditierten US-Diplomaten dürften an den Weihnachts- und Neujahrsfeierlichkeiten des Kremls teilnehmen.

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    Tags:
    Anschuldigungen, Beweise, Propaganda, Einfluss, Bericht, Geheimdienste, RT, Sputnik, Donald Trump, USA, Russland
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