11:40 07 August 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    351164
    Abonnieren

    62 von insgesamt 224 islamistischen Gefährdern in Deutschland gelten als besonders gefährlich und sollten eigentlich sofort abgeschoben werden, berichtet „Die Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Doch damit gebe es Probleme.

    Das Ministerium teilte auf Anfrage des Blattes mit, dass bei 62 sogenannten Gefährdern, die sich momentan noch in Deutschland aufhielten,  der Asylantrag abgelehnt worden sei.

    „Sie sind ausreisepflichtig und müssten sofort abgeschoben werden. Mangels gültiger Ausweise ist dies aber oft schwierig. Insgesamt sind dem BKA rund 550 Gefährder bekannt – nicht alle leben derzeit jedoch in der Bundesrepublik“, schreibt die Zeitung.  

    So sei es auch im Fall des Afghanen Ahmed Feredaws A. gewesen, der als Gefährder eingestuft und ausreisepflichtig gewesen sei, jedoch wegen „Anschlagsabsichten im Ausland“ nicht abgeschoben worden sei. Inzwischen sei der Islamist spurlos verschwunden.

    Unter den Innenministern von Bund und Ländern wird seit dem Anschlag Anis Amris, der als sogenannter „Gefährder“ polizeilich bekannt war, auf einen Berliner Weihnachtsmarkt wieder intensiver darüber diskutiert, die Schwelle für eine Abschiebehaft zu senken. Amri war zur Abschiebung vorgesehen, wurde aber nicht in Abschiebehaft genommen. Des Weiteren wurde bekannt, dass Amri enge Verbindungen zu Islamisten-Treffpunkten unterhielt und bundesweit  er Kontakt zu rund 20 Moscheen hatte.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Sozialbetrug und Terror: Entwicklungsminister will Neukontrolle aller Flüchtlinge
    Lkw-Attentat: Islamkritiker Abdel-Samad stellt Merkel unbequeme Fragen
    Bosbach: „Was ich jetzt sage, gilt als uneuropäisch, ist aber die Wahrheit“
    Tags:
    Gefährder, Anis Amri, Deutschland, Berlin