11:36 09 Dezember 2019
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    Verschneite Straße in Bayern (Symbolbild)

    Knapp dem Kältetod entronnen: Migranten an bayerischer Autobahn ausgesetzt

    © AFP 2019 / CHRISTOF STACHE
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    Ein Schleuser hat in Bayern 19 Flüchtlinge, darunter auch Kinder, bei minus 20 Grad in einem Lastwagen auf einem Rastplatz zurückgelassen und ist verschwunden, wie deutsche Medien unter Berufung auf die Bundespolizei berichten. Die Migranten konnten gerade noch rechtzeitig vor Unterkühlung gerettet werden.

    Nach Polizeiangaben hatte der Fahrer am vergangenen Sonntag den Transporter mit den Personen auf der unbeheizten Ladefläche bei eisigen Temperaturen einfach in der Nähe von Rosenheim stehen gelassen. Es soll zuvor Probleme mit dem Motor gegeben haben. 

    Die Migranten baten dann Medien zufolge zwei Reisende auf dem Parkplatz um Hilfe, die daraufhin die Polizei alarmierten. Die stark unterkühlten Menschen wurden vom Notarzt und Rettungsdienst versorgt. Unter den Geschleusten seien auch fünf Minderjährige. Von dem Fahrer fehle bislang jede Spur.

    Die Flüchtlinge stammen nach eigenen Aussagen aus dem Irak, Iran und Syrien. Die Fahrt hätten sie von einem Flüchtlingslager in Italien aus angetreten und mit zwischen 500 und 800 Euro pro Person bezahlt haben.

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    Tags:
    Kälte, Flüchtling, Schleuser, Lkw, Bayern, Deutschland