15:20 08 April 2020
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    Deutsche Sprachwissenschaftler haben am Dienstag das Unwort des Jahres 2016 gewählt, wie deutsche Medien berichten.

    Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache hat „Volksverräter“ zum Unwort des Jahres gekürt. Das Wort sei ein „Erbe der Diktaturen“, allen voran der Nationalsozialisten, die diesen Begriff äußerst aktiv nutzten.

    „Als Vorwurf gegenüber PolitikerInnen ist das Wort in einer Weise undifferenziert und diffamierend, dass ein solcher Sprachgebrauch das ernsthafte Gespräch und damit die für Demokratie notwendigen Diskussionen in der Gesellschaft abwürgt“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ die Jury.

    Für 2016 waren insgesamt 1064 Einsendungen mit 594 verschiedenen Vorschlägen eingegangen.

    Die sprachkritische Aktion „Unwort des Jahres“ wurde in Deutschland 1991 von Horst Dieter Schlosser ins Leben gerufen. Die Jury besteht aus vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten. „Unwörter“ waren zuletzt „Gutmensch“ (2015), „Lügenpresse“ (2014), „Sozialtourismus“ (2013), „Opfer-Abo“ (2012) und „Döner-Morde“ (2011).

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    Tags:
    Unwort, Sprache, Deutschland