03:14 11 Dezember 2017
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    US-Soldaten in Riga

    Die PARTEI verabschiedet US-Truppen nach Osten

    © Foto: US Army / Sgt. 1st Class Jeremy J. Fowler
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    Am Bahnhof Frankfurt(Oder) trafen sich Vertreter der PARTEI Frankfurt(Oder) mit US-Soldaten auf dem Weg nach Osteuropa und sprachen über die Themen: Sicherheit, Frieden und 120-mm-Glattrohrkanonen. Der Vorsitzende der PARTEI Frankfurt(Oder) Philipp Hennig berichtet im Interview mit Sputniknews über Gemeinsamkeiten und Sprachbarrieren.

    ​Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann der Vorsitzende der Kreisverbandes Frankfurt(Oder) der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiativen keine näheren Angaben zu den getroffenen Marines machen. Er habe sie aber als sehr nette Jungs empfunden, die natürlich alle gleiche Anzüge getragen haben, wie die PARTEI-Leute auch. Daher habe man gleich etwas gehabt, wo man anknüpfen habe können. Trotzdem sieht Hennig die Truppenbewegung eher kritisch:

    „Meiner Meinung nach ist jede größere Bewegung von Militärtechnik mit Vorsicht zu genießen, es sei denn, sie geht auf den Schrottplatz.  Von der Partei selber haben wir in unserem Programm außerdem festgehalten, dass bei allen Entscheidungen zur Osteuropapolitik sowieso zuerst ein 75-Jähriger angehört werden sollte, weil 50-jährige Bürokraten, die heute Politik machen, historische Zusammenhänge nicht mehr einordnen können. Außerdem verstoßen unseres Wissens  die Nato-Truppen östlich von Frankfurt(Oder) auch gegen die Absprachen, die Gorbatschow und Kohl hatten.“

    Dem PARTEI-Kreisverbandsvorsitzenden fällt keine Situation nach dem 8. Mai 1945 ein, in der amerikanische Truppen die Welt irgendwie sicherer gemacht hätten. Sicherheit erreiche man nicht durch eine Armee, sondern durch deeskalierende Gespräche und die Uno sowie einen Umtrunk mit alkoholischen Getränken, wenn man diese Gespräche führe.  Sicher sei ein Gebiet sowieso erst dann, wenn es überhaupt keine Waffen mehr vor Ort gebe.

    Das Treffen mit den US-Soldaten würde Hennig dann auch nicht als Gespräch bezeichnen, eher als  Monolog von seiner Seite. Er berichtet:

    „Wir haben dabei über Coca Cola, Burger und Mickey Mouse geredet. Als Pazifist hatte ich auch nicht so viele Überschneidungspunkte mit den Soldaten und wusste auch nicht, worüber man sprechen kann. Im Endeffekt hat auch unser Sicherheitsbeauftragter Tobias Dietrich signalisiert, dass er sich nicht ganz sicher war, ob sie überhaupt Deutsch verstehen.“

    Abschließend erneut Philipp Hennig die bereits ausgesprochene Einladung des PARTEI-Vorsitzenden Martin Sonneborn an den russischen Präsidenten Putin:

    „Unser Bundesvorsitzender Martin Sonneborn hat auch Wladimir Putin vor langer Zeit schon zum Schnitzelessen vor dem Reichstag eingeladen, hat aber bis jetzt leider noch keine Antwort erhalten. Diese Einladung möchten wir gerne noch einmal aussprechen. Ich glaube, aufgrund der aktuellen Lage sollte man sich lieber vor Berlin als vor Moskau treffen – heute Nacht waren starke Minusgrade in Moskau, da ist Berlin doch einladender.“


    Interview: Bolle Selke

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