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    Nach Großbrand in Düsseldorfer Flüchtlingsheim – zwei Bewohner vor Gericht

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    Am heutigen Montag steht ein 27-jähriger Algerier vorm Düsseldorfer Landgericht, weil er im Juni nach einem Streit über das Fasten im Ramadan eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte Halle auf dem Messegelände der Stadt in Brand gesetzt haben soll. Einem gleichaltrigen Marokkaner wird Anstiftung vorgeworfen.

    Die Anklage wirft dem Algerier schwere Brandstiftung und Körperverletzung vor. Der Mann aus Marokko soll ihn bestärkt haben, in der Halle Feuer zu legen.

    Der Vollbrand hatte am 7. Juni 2016 einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. 30 der 282 dort wohnenden Menschen in der ehemaligen Messehalle erlitten leichtere Verletzungen. Medienberichten zufolge sollen sich zum Zeitpunkt des Brandes rund 150 Menschen in dem Gebäude aufgehalten haben.

    Die beiden Angeklagten wurden noch am Tatort festgenommen. Der Flüchtling aus Algerien sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft. Der Marokkaner befindet sich hingegen seit August auf freiem Fuß.

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    Tags:
    Ramadan, Flüchtlingskriminalität, Flüchtling, Gericht, Brandstiftung, Brand, dpa, Düsseldorf, Deutschland