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00:45 17 Oktober 2019
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    Aus Angst vor US-Justiz? Deutsche Bank verbietet WhatsApp und SMS

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    Die Deutsche Bank hat die Regeln für Firmenhandys verschärft, wie Bloomberg berichtet. Die Regeln gelten aber auch für private Smartphones, die zu beruflichen Zwecken eingesetzt werden.

    Die Bank wolle dafür sorgen, dass weniger Informationen undokumentiert zwischen Mitarbeitern hin und her kursieren. Da sich Instant Messages und SMS im Gegensatz zu E-Mails kaum archivieren lassen, verbietet die Deutsche Bank ihren Mitarbeitern diese Kommunikationsformen. Die entsprechenden Apps sollen im Laufe der nächsten Wochen gar von den Firmenhandys entfernt werden.

    Betroffen sind WhatsApp sowie weitere Apps wie beispielsweise iMessage oder Google Talk. Das Verbot gilt auch für Privatgeräte, wenn sie dienstlich genutzt werden.

    "Wir verstehen vollkommen, dass die Deaktivierung das alltägliche Arbeiten verändern wird, und wir bedauern und entschuldigen uns für jegliche Umstände, die diese Veränderungen mit sich bringen", heißt es in der Mitteilung der Bank. „Dieser Schritt ist jedoch notwendig, um sicherzustellen, dass die Deutsche Bank sich an die regulatorischen und gesetzlichen Verpflichtungen halten kann“.

    Die Deutsche Bank arbeitet an der Wiederherstellung ihrer Reputation, schreibt Bloomberg. Das Unternehmen will der US-Justiz den Zugriff auf die Firmen-Kommunikation erschweren, behauptet Deutsche WirtschaftsNachrichten. Die Bank hat sich verpflichtet, 7,2 Milliarden Dollar an das US-Justizministerium im Rahmen des Verkaufs von ungesicherten Hypotheken zu zahlen, die für Qualitätsaktiva im Vorfeld der Finanzkrise 2008 ausgegeben worden waren.   

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    Tags:
    Verpflichtungen, Email, SMS, Verbot, whatsapp, Deutsche Bank, Deutschland