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    Nigeria: Luftangriff auf Flüchtlingslager fordert 100 Tote

    © AFP 2019 / Issouf Sanogo
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    Bei einem versehentlichen Luftangriff der Fliegerkräfte Nigerias, der Extremisten von der Terrororganisation Boko Haram gelten sollte, sind in dem Land mehr als 100 Zivilisten ums Leben gekommen, meldet Associated Press.

    Die Regierung habe den Luftschlag gegen ein Flüchtlingslager  in Rann nahe der Grenze zu Kamerun als versehentlich bezeichnet. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen geht AFP zufolge von mindestens 50 Toten und 120 Verletzten aus. Es seien auch Mitarbeiter der Organisation Ärzte ohne Grenzen und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz verwundet worden.

    Nach Regierungsangaben sind unter den Toten auch Mitarbeiter der europäischen Hilfsorganisationen.

    Die Gruppierung „Boko Haram“ (was etwa „Westliche Bildung ist Sünde“ bedeutet) besteht seit 2002 und agiert hauptsächlich in Nigeria. Ihre Anhänger wollen die Scharia im Land und den Kampf gegen den westlichen Einfluss durchsetzen. Anfang März 2015 sollen der Anführer Abubakar Shekau und seine Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) die Treue geschworen haben.

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    Boko Haram, Nigeria