20:47 17 Oktober 2017
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    Bild von Chelsea Manning

    Assange und Snowden zur Begnadigung Mannings durch Obama

    © REUTERS/ Elijah Nouvelage
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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange und Whistleblower Edward Snowden haben sich bei all denjenigen bedankt, die sich für die Begnadigung der 2013 für 35 Jahren verurteilten transsexuellen US-Militärangehörigen Chelsea Manning einsetzten.

    „Ihr Mut und ihre Entschlossenheit haben das Unmögliche möglich gemacht“, zitiert WikiLeaks ihren Gründer Assange via Twitter.

    ​Snowden wendete sich seinerseits direkt an den scheidenden US-Präsident Barack Obama und dankte für die Strafmilderung Mannings. „Lassen Sie es hier aufrichtig, mit gutem Herzen gesagt sein: Danke, Obama“, schrieb der ehemalige CIA-Mitarbeiter via Twitter.

    Obama hatte zuvor die 35-jährige Haftstrafe der Whistleblowerin Chelsea Manning deutlich verkürzt. Wie das Weiße Haus mitteilte soll die frühere WikiLeaks-Informantin bereits am 17. Mai aus dem Gefängnis freikommen.

    Zuvor hatte Assange mitgeteilt, er wolle einer Auslieferung in die USA zustimmen, wenn Chelsea Manning begnadigt würde.

    Manning war im Jahr 2013 verurteilt worden. Sie wurde des Diebstahls und der Weiterleitung von 750.000 Seiten geheimer Militärberichte und diplomatischer Dokumente sowie Videos an WikiLeaks beschuldigt. Wie CNN hervorhebt, war es die bislang größte Übertragung von Geheimdokumenten an die Öffentlichkeit in der Geschichte der USA. Gegen Manning wurden insgesamt 22 Anklagen erhoben, darunter wegen Verstoßes gegen das Spionagegesetz. Zu 20 Punkten der Anklage wurde er schuldig gesprochen und zu 35 Jahren Haft verurteilt. Während der Haft erhielt Manning die Genehmigung zu einer Geschlechtsangleichung, wonach er den Namen änderte und sich nun Chelsea Elizabeth nennt. Im März 2015 wurde er vom Militärappellationsgericht amtlich als Frau anerkannt.

    2012 hatte Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht, nachdem er in Großbritannien alle Rechtsmittel gegen einen Antrag Schwedens auf seine Auslieferung ausgeschöpft hatte. In Schweden wird Assange Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen. Seine Schuld streitet der Journalist jedoch ab. Assange befürchtet, dass Stockholm ihn nach einer Auslieferung an die schwedischen Behörden weiter an die USA überstellen würde, wo ihm wegen der Veröffentlichung von geheimen Informationen die Todesstrafe drohen könne.

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    Tags:
    Gefängnis, Dank, Begnadigung, Barack Obama, Chelsea Manning, Julian Assange, Edward Snowden, USA
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