08:14 21 Februar 2020
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    RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan hat auf die jüngste Kritik über das Budget des Senders seitens der amerikanischen UN-Botschafterin Samantha Power reagiert und deren Äußerungen als die „letzte Lüge der Obama-Administration“ bezeichnet.

    Laut Power soll „die russische Regierung von 600 Millionen bis eine Milliarde Dollar jährlich für Propagandamittel wie RT“ ausgeben. Dabei beträgt das Budget des russischen Auslandssenders nach eigenen Angaben für das Jahr 2017 rund 300 Millionen Dollar.

    „Der BBG (Rundfunkdirektorium der US-Regierung – Anm. d. Red.) gibt für Auslandssendungen um ein Vielfaches mehr als RT aus, aber ihm ist das immer noch zu wenig. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass dies die letzte Lüge der Obama-Administration über unseren Sender war“, sagte Simonjan. „Eine Milliarde… das ist nur mein Gehalt“, scherzte die Chefredakteurin.

    Das US-Rundfunkdirektorium BBG („Broadcasting Board of Governors“) soll für das Jahr 2017 von der Regierung 777 Millionen Dollar beantragt haben. Für Sendungen in russischer Sprache sollen dem BBG 2014 weitere 22,6 Millionen Dollar zugeteilt worden sein.

    Der internationale Hörfunksender BBC World Service erhält nach eigenen Angaben zurzeit 245 Millionen Pfund und soll 2016 einen Zuschuss in Höhe von 34 Millionen erhalten haben. Weitere 330 Millionen erhielt die Organisation direkt von der britischen Regierung im Rahmen der Strategie der nationalen Sicherheit Großbritanniens. Das Gesamtbudget des Unternehmens BBC soll für die Jahre 2013-2014 sogar 4,7 Milliarden Pfund betragen haben.

    2016 wurde das Budget der Deutschen Welle um zwei Prozent erhöht – auf 294 Millionen Euro, davon 7,7 Millionen für die Gründung des neuen Multimedia-Dienstes DWNews, welcher laut Intendant Peter Limbourg eine Herausforderung für die „russische Propaganda“ werden solle.

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    Tags:
    Budget, Sputnik, RT, Samantha Power, Margarita Simonjan, USA, Russland