07:45 29 September 2020
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    Die Chefredakteurin des russischen Auslands-TV-Senders RT, Margarita Simonjan, ist nach eigenen Angaben gegenüber russischen Medien über die Blockierung des Facebook-Accounts keineswegs verwundert.

    „Ich wundere mich nicht. Wenn uns das US-Außenamt die Luft abdrehen könnte, würde es dies tun“, so Simonjan.

    Facebook hatte es dem russischen TV-Sender RT zuvor bis zum 21. Januar, 08.25 Uhr, verboten, Beiträge mit Links, Bildern und Videos auf seiner englischsprachigen Seite zu veröffentlichen.

    Das Verbot betrifft genau den Zeitraum der Vereidigungszeremonie des designierten US-Präsidenten Donald Trump. Sie soll am 20. Januar um 18.30 Uhr enden. Das Verbot wurde nach der Ausstrahlung der Pressekonferenz des scheidenden Präsidenten Barack Obama verhängt. Während der Übertragung hatte sich der amerikanische Sender „Current Time“ bei Facebook beschwert und RT der Verletzung der Urheberrechte beschuldigt. Der Sender „Current Time“ (deutsch: Gegenwart) ist ein Projekt des Senders „Radio Liberty“, welches vom US-Außenministerium finanziert wird.

    Wie Vertreter des russischen TV-Senders mitteilten, hat es keinerlei Verstöße gegeben, RT sei berechtigt gewesen, diese Pressekonferenz zu übertragen. Wie Simonjan erzählte, hat sich der TV-Sender bereits an die Facebook-Administration gewandt und gefordert, den Account zu entsperren, allerdings bislang ergebnislos. „Wir werden weiter auf einer Entsperrung bestehen“, ergänzte sie.

    Der Facebook-Account des TV-Senders funktioniere bislang nur eingeschränkt, hieß es. Sollten die Journalisten in nächster Zeit keine Entsperrung erwirken können, werde der Sender die offizielle Amtseinführung Donald Trumps als 45. US-Präsident nicht auf Facebook übertragen können, wo RT mehr als vier Millionen Abonnenten folgten.

    Im Journalistenverband Russlands hieß es, dieses Netzwerk gewährleiste damit anderen Medien faktisch einen Vorteil.

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    Tags:
    Facebook, RT, Margarita Simonjan, Russland, USA