22:42 18 Januar 2019
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    Biker und Friedensaktivist Johannes Ehret

    Biker für den Frieden: Die Russen sind nicht böse!

    © Foto : Johannes Ehret
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    Der Leipziger Motorradfahrer Johannes Ehret will drei Monate lang durch Russland fahren und ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen. Ehret ist überzeugt: Weder die Deutschen, noch die Russen wollen einen Krieg.

    Johannes Ehret fährt leidenschaftlich gern Motorrad, seine Liebe gilt aber auch Russland, das er in den letzten Jahren wiederholt bereiste. Auf seinen Reisen habe er sich immer wieder mit den einfachen Leuten unterhalten und habe dabei die russische Gastfreundschaft kennen und schätzen gelernt, erzählt Ehret im Sputnik-Interview mit Ilona Pfeffer.

    Ihm als Deutschen sei man stets offen und freundlich begegnet und das passe für ihn nicht mit der Kriegstreiberei zusammen, die er in den deutschen Medien erlebe.

    „Durch meine vielen Russland-Reisen weiß ich, dass die Russen keine Konflikte und Kriege mit uns haben wollen.“

    Deshalb sich der Biker spontan entschlossen, eine Friedensfahrt durch Russland zu veranstalten und einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.

    „Ich will diese Friedensfahrt als Aufklärungsfahrt mit dem Motorrad durch ganz Russland machen. Ich will die Menschen in Russland aufklären, dass die Bevölkerung in Deutschland keinen Konflikt mit Russland will. Außerdem will ich per Nachrichten, Video und Blog den Menschen in Deutschland zeigen, dass Russland und seine Bevölkerung nicht unser Feind ist. Ich sehe es auch nicht so, dass die Politiker unsere Feinde sind – eher sind es die Betonköpfe, die wir in Deutschland und Westeuropa haben.“

    Für die 40.000-45.000 Kilometer lange Strecke hat Ehret drei Monate eingeplant. Der 63jährige räumt ein, dass ihn die Belastungen der Fahrt an seine gesundheitlichen Grenzen bringen werden, aber das ist ihm seine Mission wert.

    „Die Fahrt wird mir wehtun, aber ich bin bereit, das auf mich zu nehmen, wenn ich damit erreichen kann, dass wir ein bisschen mehr Frieden und Verständnis untereinander haben.“

    Damit sein Unterfangen gelingt und sich die Botschaft des Friedens möglichst weit verbreitet, appelliert Johannes Ehret an mögliche Unterstützer: Medien, die ihn begleiten wollen, den russischen Bikerclub Nachtwölfe, den Motorradhersteller Ural und all diejenigen, die ihm mit Spenden helfen wollen.

    Auf seiner Facebook-Seite habe er bereits viel positives Feedback bekommen, so Ehret. 

     „Ich bekomme viele Nachrichten, die Menschen finden das sehr gut.  Gestern habe ich z.B. eine Nachricht von jemandem bekommen, der mir sofort eine Spende überweisen würde. Ich sagte: Ich will keine Spende. Ich habe einen Notar in Leipzig, dieser soll ein entsprechendes Konto eröffnen, das nur für diese Fahrt verwendet werden würde.“ 

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    Friedensdemonstration, Motorradclub Nachtwölfe, Deutschland, Moskau, Russland