10:28 07 April 2020
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    Mehr als hundert Zivilisten sind während der Präsidentschaft Barack Obamas durch amerikanische Drohnen- sowie Anti-Terror-Einsätze ums Leben gekommen, wie AP unter Berufung auf Angaben der US-Geheimdienste meldet.

    US-Drohne MQ-1 Predator
    © Foto : US National Guard / Stanley Thompson
    Die aktuellen Angaben schließen Angriffe und die dadurch entstandenen Verluste im Irak, Syrien und Afghanistan jedoch nicht ein.

    Insgesamt 526 Angriffe, darunter auch durch Drohnen, wurden nach Angaben des Nationalen Geheimdienstdirektors (DNI) James Clapper im Zeitraum von Januar 2009 bis Dezember 2016 in Pakistan, im Jemen, Somalia und Libyen ausgeführt.

    Nichtregierungsorganisationen hatten zuvor die Obama-Regierung wegen derer Drohneneinsätze heftig kritisiert. Sie meinen AP zufolge, dass die Zahl der Toten bei dem US-Einsatz viel höher als offiziell angegeben sein könne.

    Die USA führen im Kampf gegen den Terror in zahlreichen Regionen Angriffe mit Drohnen durch — neben Afghanistan vor allem Syrien, Pakistan, Jemen oder Somalia. In den vergangenen Jahren hatten deutsche Medien berichtet, dass der völkerrechtlich umstrittene Drohnenkrieg der USA ohne die Basis in Ramstein nicht möglich wäre. Es gäbe dort ein sogenanntes Distributed Common Ground System (DCGS), in dem Live-Aufnahmen der Drohneneinsätze unter anderem aus Somalia und Jemen untersucht würden. So würden von Ramstein aus die Drohnen-Operationen direkt beeinflusst.

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    Tags:
    Angriffe, Anti-Terror-Einsatz, Tote, Zivilisten, Drohnen, Pakistan, Libyen, Somalia, Jemen, USA