21:58 18 Dezember 2018
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    Die Angehörigen der Amish-Gemeinde

    Pferdewindeln bedrohen Religionsfreiheit in US-Kleinstadt

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    Die Amische (täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft) aus der Kleinstadt Auburn im US-Bundesstaat Kentucky fordern von der Justiz, die Windelpflicht für Pferde abzuschaffen, wie „The Wall Street“ berichtet. Diese Regelung verstößt nach Ansicht der Kläger gegen die Religionsfreiheit.

    Die Bürger der besagten US-Gemeinde hatten sich bei den Stadtvätern darüber beschwert, durch herumliegenden Pferdekot belästigt zu werden. Seit 2014 gilt in Auburn deshalb die Pflicht, Pferden eine Windel oder einen Fäkalienbeutel umzuhängen.

    Diese Pflicht sei nur eingeführt worden, um die Amischen zu diskriminieren, sind die Kläger überzeugt. Allein im Oktober 2016 habe es 25 Klagen gegen Mitglieder dieser Religionsgemeinschaft wegen Verletzungen der Pferde-Windelpflicht gegeben, so ihr Argument. Die Amischen weigern sich, die neue Regelung einzuhalten, weil die Gemeinschaftsältesten ihnen das verbieten.

    Amische sind einer der konservativsten Zweige des Protestantismus. Sie lehnen moderne Technologien strikt ab und benutzen ausschließlich Pferdefuhrwerke als Transportmittel.

    Im US-Bundesstaat Pennsylvania wurde im vergangenen Jahr ein Amischen-Ehepaar angeklagt, weil die Eheleute ihre 14-jährige Tochter als Dank für erwiesene Finanzhilfe an einen Freund verschenkt haben sollen.

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    Tags:
    Pferde, Religionsgemeinschaft, Amischen, USA