18:58 19 August 2017
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    Weißes Haus löscht spanische Webseite

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    Die Entscheidung des Weißen Hauses, die spanischsprachige Version seiner Internet-Seite zu schließen, ist in Spanien auf harsche Kritik gestoßen, wie der Radiosender Cadena SER berichtet.

    Aus Sicht der Königlichen Spanischen Akademie (RAE) ist dies ein gravierender Rückschritt.  „Das ist eine erhebliche Regression, die uns zu den Debatten der Ende 90er Jahre zurückbringt“, so der Direktor der RAE, Dario Villanueva, gegenüber dem Radiosender.

    Dies schränke den Zugang zu den Entscheidungen der Regierung für spanischsprachige US-Bürger ein. „Zweifelsohne ist das sehr wichtig und äußerst negativ. Die Präsenz der spanischen Sprache in den Vereinigten Staaten ist nicht zu stoppen, denn diese Minderheit macht 50 Millionen Menschen aus“, so Villanueva weiter.

    Dem Direktor zufolge wurden etwa 32 Millionen Online-Abrufe auf der Seite der Akademie im vergangenen Jahr von den USA aus gemacht. Villanueva erinnerte zudem daran, dass die US-Verfassung keine konkrete Sprache als offizielle festlegt. Der spanische Justizminister Rafael Catala rief die spanischsprachigen Menschen in der ganzen Welt dazu auf, ihre Muttersprache gegen die Herausforderungen, auf die in der letzten Zeit die iberoamerikanische Gemeinschaft stößt, zu verteidigen.

    Die jüngste Entscheidung des Weißen Hauses blieb auch von der Kritik seitens der spanischen Regierungspartei Partido Popular nicht verschont. Aus Sicht eines Parteivertreters sollte der neue US-Präsident Donald Trump seine wichtigen Dokumente und Dekrete nicht nur auf Spanisch, sondern auch auf anderen Sprachen veröffentlichen.   

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    Tags:
    Webseite, Entscheidung, Verfassung, Kritik, Sprache, Weißes Haus, Spanien, USA
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