15:11 22 August 2017
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    „Rote Karte“ für Zuwanderer in Schwerin: „Die prügeln sich viel schneller als wir“

    © AP Photo/ Michael Sohn
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    Nach mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen auf dem Marienplatz in Schwerin zieht die Polizei die Rote Karte. Sie hat acht Prügelknaben Platzverbote erteilt. Dabei handelt es sich offenbar um Syrer. Laut Polizei haben sich die Männer vor allem untereinander geprügelt.

    Warum sich die Männer immer wieder prügeln, weiß niemand. „Das ist für uns ein Phänomen, dessen Hintergründe wir bis jetzt noch nicht kennen“, erklärt der Schweriner Polizeisprecher Steffen Salow gegenüber Sputnik. Zwar habe es auf dem Marienplatz auch Auseinandersetzungen zwischen Zuwanderern und Mitgliedern des rechten Spektrums in Schwerin gegeben. Zuletzt hätten sich die Zuwanderer aus Syrien und dem Irak aber vor allem untereinander geprügelt.

    „Alkohol ist ein Punkt, den man absolut nennen muss“, sagt der Polizeisprecher. „Den kennen sie sicherlich aus ihrer Heimat nicht, das ist hier jetzt alles möglich.“ Bei den Prügelknaben handele es sich nicht um unbegleitete Minderjährige, betont Salow: „Die, die diese Taten regelmäßig begehen, sind schon deutlich über 18. Sie haben eine andere Streitkultur. Sie prügeln sich viel, viel schneller als wir das tun würden.“

    Die Hemmschwelle sich körperlich zu attackieren sei deutlich geringer, fügt er hinzu.

    Der Polizist betont, dass sich die Stadt um die Integration der Zuwanderer bemühe. Allerdings sei das schwierig. Salow betont: „Der überwiegende Anteil der Zuwanderer in Schwerin ist absolut friedlich. Allerdings sorgt die kleine Gruppe mit ihren Prügelaktionen in den sozialen Netzwerken für Stimmung: „Und das macht es den Integrationswilligen Zuwanderern schwierig.“

    Die Polizei hat ihre Präsenz in der Schweriner Innenstadt verstärkt. Und als neueste Maßnahme sind die Platzverweise. Acht Männer aus Syrien dürfen sich zehn Wochen lang nicht im Bereich um den Marienplatz aufhalten. Tun sie das doch, droht ihnen Haft. 

    Das komplette Interview finden Sie hier:

    Tags:
    Zuwanderung, Polizei, Syrien, Schwerin
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