01:52 16 Dezember 2018
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    Auf der Reeperbahn nachts um halb eins - wird viel gekifft

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    Laut einer Studie des Instituts für Suchtmittelforschung rauchen 14 Prozent der Hamburger regelmäßig Cannabis. Das sind doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt. Laut der Gesundheitsbehörde ist es in Hamburg besonders einfach Cannabis zu kaufen. Präventionsmaßnahmen sollen den Konsum bremsen.

    Hamburg hat mehr Brücken als Amsterdam. Aber auch mehr Kiffer? „So viele werden es nicht sein“, vermutet Rico Schmidt von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in der Hansestadt. Er gibt zu, dass es in Hamburg leichter sei an Rauschgift zu kommen als in Flächenländern. Besonders der Bereich rund um die Reeperbahn sei ein „Hot Spot“, aber auch rund um die Sternschanze gebe es viel Drogenkriminalität: „Weil es dort ein besonderes Klientel gibt.“ Dort zeige die Polizei mehr und mehr Präsenz, um Herr der Lage zu werden.

    Ein besonderes Klientel für Cannabis-Verkäufer scheinen die 25- bis 39-jährigen zu sein. In dieser Gruppe ist die Zahl laut der Studie des Instituts für Suchtmittelforschung von elf auf 18 Prozent enorm gestiegen.  „Das ist eine besondere Altersgruppe“, erklärt Schmidt. Das seien diejenigen, wo sich privat und beruflich am meisten tue: „Man spricht ja gerne von einer Rushhour des Lebens. Da ist der Druck besonders hoch. Vielleicht versuchen einige, dem Druck zu entgehen und greifen zu Cannabis und Alkohol, um Probleme zu lösen.“ Man erreiche aber natürlich genau das Gegenteil – dass man Probleme verstärke. 

    Die Gruppe der jungen Erwachsenen soll in Hamburg gezielt mit Präventionsmaßnahmen angesprochen werden. Bei Jugendlichen hat das an der Elbe gut funktioniert: Hier ging die Zahl der Kiffer zurück.

    Das komplette Interview finden Sie hier:

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    Cannabis, Rico Schmidt, Hamburg