15:05 30 Oktober 2020
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    Die klare Mehrheit der russischen Bürger (71 Prozent) ist gegen eine Auslieferung des Ex-NSA-Mitarbeiters und Whistleblowers Edward Snowden an die USA, wie die jüngste Umfrage des Allrussischen Meinungsforschungsinstituts WZIOM zeigt. Snowden genießt zurzeit Asyl in Moskau.

    Den Forschungsergebnissen zufolge liegt die Zahl derjenigen, die eine Auslieferung des Whistleblowers befürworten, bei nur zwölf Prozent.

    Außerdem gaben 55 Prozent der Umfrageteilnehmer an, die Idee des US-Präsidenten Donald Trump nicht zu unterstützen, die antirussischen Sanktionen im Tausch gegen den Abbau des Atomarsenals seitens Moskaus zu lockern.

    Die Umfrage wurde vom 20. bis zum 22. Januar in Russland durchgeführt. 1.800 Menschen nahmen daran teil.

    Der ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und NSA Edward Snowden hatte im Juni 2013 den Zeitungen „Washington Post“ und „The Guardian“ eine Reihe von Geheimdokumenten über Ausspähaktivitäten der USA und Großbritanniens übergeben. Er hat unter anderem ans Licht gebracht, dass US-Geheimdienste das private Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört hatten. Daraufhin flüchtete er zuerst nach Hongkong, dann nach Moskau. Russland gewährte dem Whistleblower einjähriges Asyl. Im August 2014 wurde die Aufenthaltsgenehmigung für Snowden um drei Jahre verlängert.

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    Tags:
    Umfrage, Auslieferung, WZIOM, Edward Snowden, Russland, USA