16:02 13 Dezember 2017
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    Almaz-Antey stellt MH17-Ermittlungsbericht vor

    MH17-Abschuss: Niederländer sollen Entschlüsselung russischer Daten nicht schaffen

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    Nach drei Monaten haben es die niederländischen Ermittler, die den Absturz des malaysischen MH17-Passagierflugzeugs im Jahr 2014 über der Ostukraine untersuchen, laut Medienberichten nicht geschafft, die von Moskau übermittelten Radarbilder zu entschlüsseln. Der Grund: Die Daten seien nicht im vorgeschriebenen Format zur Verfügung gestellt worden.

    Die Daten seien in einem Format geliefert worden, das vom internationalen Standard abweiche, zitiert „Der Standard“ einen Sprecher der Staatsanwaltschaft in Amsterdam am Samstag. „Es sind noch weitere Informationen nötig, um die Bedeutung der Radarbilder gut verstehen zu können."

    Die Daten, die Russland im Oktober übergeben hatte, sollten Fehler in dem kurz davor veröffentlichten Bericht der niederländischen Sonderermittler zum Abschuss des Fluges MH17 belegen.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 im damals umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der von Amsterdam nach Kuala Lumpur fliegenden Verkehrsmaschine, darunter 85 Kinder, kamen ums Leben.

    In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Weil die meisten Opfer Niederländer waren, übernahmen die Niederlande die Leitung der Untersuchung. Doch noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen schon für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.

    Nach Erkenntnissen des internationalen Ermittlungsteams JIT (Niederlande, Australien, Ukraine, Belgien, Malaysia) wurde die Maschine mit einer Boden-Luft-Rakete der Baureihe Buk abgeschossen.

    Ende September dieses Jahres veröffentlichte das JIT einen neuen Bericht, laut dem die Rakete aus einem von den Volksmilizen kontrollierten Gebiet abgefeuert wurde. Dorthin soll sie aus Russland gebracht worden sein.

    Diese Angaben widersprechen jedoch den Ergebnissen von mehr als 100 Feldexperimenten des Buk-Herstellers Almaz-Antey, der im Rahmen eigener Untersuchungen sogar ein abgemustertes Flugzeug mit einer Rakete zerstört hat.

    Der Rüstungskonzern warf den Ermittlern vor, wichtige technische Daten der Rakete ignoriert und ihre Schlussfolgerung an eine bereits vorgefertigte Meinung angepasst zu haben. Auch die Regierung in Moskau bezeichnet den Bericht als voreingenommen. Sie kritisiert unter anderem, dass die Ukraine die Towergespräche und die USA ihre Radardaten vom Tag der Katastrophe geheim halten. Russland hingegen hat alle seine Daten zur Verfügung gestellt.

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    Tags:
    MH17-Absturz, Russland, Niederlande
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