14:59 11 Dezember 2018
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    Was im Raum von Awdejewka tatsächlich geschah: Kreml liegen Daten vor

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    Kein Frieden im Donbass (2017) (212)
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die Zuspitzung des Konfliktes im Donbass auf den Unwillen seitens des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, die Minsker Vereinbarungen umzusetzen, zurückgeführt.

    „Derartige aggressive Handlungen mit Unterstützung und der Beteiligung der ukrainischen Streitkräfte untergraben die Ziele und Aufgaben der Minsker Vereinbarungen“, sagte Peskow gegenüber russischen Journalisten.

    „Dies zeugt aus unserer Sicht eindeutig von dem Unwillen und der fehlenden Bereitschaft der ukrainischen Führung und des Präsidenten Poroschenko, die Minsker Abkommen umzusetzen“, so Kreml-Sprecher weiter.

    Das sehe gar nach einem Versuch aus, durch aggressives Vorgehen im Donbass die Aufmerksamkeit von der wackeligen inneren Situation im Land zu lenken.

    Im Kreml mache man sich große Sorgen um die Ereignisse an der Trennlinie. Es liegen laut Peskow zuverlässige Daten vor, die dafür sprechen, dass nicht die Streitkräfte der Ukraine, sondern die irregulären Einheiten einen Versuch unternahmen, die von den Republiken Donezk und Lugansk kontrollieren Gebiete anzugreifen.

    „Sie überschritten die Berührungslinie mit Unterstützung der Artillerie. Daraufhin war die Volkswehr des Donbass gezwungen, im Raum von Awdejewka Widerstand zu leisten und das besetzte Territorium zurückzuerobern. Somit konnte diese Invasion gestoppt werden“, schloss Peskow.

    Die Situation im Osten der Ukraine hatte sich in den letzten zwei Tagen zugespitzt, nachdem die ukrainischen Streitkräfte nach Angaben des Donezker Verteidigungsamts Makejewka unter Beschuss genommen hatten. Die ukrainische Armee hatte zudem versucht, die Stellungen der Volkswehr Sonntag und Montag im Raum von Awdejewka zu durchbrechen.

    Poroschenko sah sich daraufhin gezwungen, seinen Deutschland-Besuch abzubrechen.

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    Umsetzung, Unterstützung, Angriff, Artillerie, Invasion, Armee, Volkswehr, Minsker Abkommen, Streitkräfte der Ukraine, Dmitri Peskow, Donbass, Ukraine