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    Lage im Donbass: Kreml widerspricht OSZE-Bericht

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    Der Kreml ist laut dem Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, mit einzelnen Ausdrücken sowie der gesamten Fassung des OSZE-Berichts über die Situation im Donbass nicht einverstanden.

    „Wir sind mit solchen Ausdrücken (über russisch-'separatistische' Kräfte – Anm. d. Red.) nicht einverstanden. Es handelt sich um provokativen Handlungen seitens ukrainischer Streitkräfte sowie einzelner Einheiten“, sagte Peskow am Mittwoch gegenüber Journalisten.

    Vor diesem Hintergrund erinnerte Kreml-Sprecher an einzelne Erklärungen der Vertreter des ukrainischen Verteidigungsministeriums, in denen „die Rede genau von solch einem Vorrücken der ukrainischen Streitkräfte Meter für Meter“ gewesen sei.

    „Somit werden de facto die Angriffshandlungen bestätigt, die die Minsker Vereinbarungen untergraben“, betonte Peskow.

    Somit müssten sich, so der Sprecher des russischen Präsidenten weiter, alle Aufrufe der Weltgemeinschaft an Kiew als Initiator der neuen Zuspitzung im Südosten der Ukraine gerichtet werden.

    „Diese Handlungen untergraben die Minsker Vereinbarungen. Und jetzt ist es wichtig, dass alle mit einem eindringlichen Aufruf vor allem an die Initiatoren der Offensive – und das ist Kiew – auftreten, um diese Provokationen zu stoppen“, schloss Peskow.

    Zuvor hatten Volksmilizen und die ukrainischen Sicherheitskräfte eine Zuspitzung der Situation im Donbass gemeldet. Wegen der Angriffe blieb die von Kiew kontrollierte Stadt Awdejewka ohne Wasser-, Wärme- und Stromversorgung. In der Stadt gilt der Ausnahmezustand.

    In den vergangenen Tagen sind die Kämpfe in der Ost-Ukraine wieder aufgeflammt. Es soll Dutzende Tote gegeben haben. Beide Seiten – die Regierungsarmee und die Volksmilizen – werfen sich gegenseitig vor, in die Offensive gegangen zu sein. In Donezk wurde ein Umspannwerk – vermutlich durch ukrainischen Beschuss – beschädigt. Infolgedessen sollen etwa 200 Bergleute in einer Kohlengrube festsitzen.

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    Tags:
    Aufruf, Tote, Zuspitzung, Verletzung, Provokationen, Minsker Abkommen, Angriff, Bericht, Streitkräfte der Ukraine, OSZE, Dmitri Peskow, Russland, Donbass