08:07 28 März 2017
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    Anti-Trump-Proteste in Chicago

    Volk gegen Präsident: Wer steht hinter „orchestrierten“ Anti-Trump-Protesten?

    © AFP 2017/ Joshua LOTT
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    Die Massenproteste in den USA nach der Unterzeichnung des Terrorschutz-Dekrets von Präsident Donald Trump ähneln „orchestrierten Aufführungen“, glaubt ein russischer Außenpolitiker. Schließlich habe es keine Demonstrationen gegeben, als Barack Obama in seiner Amtszeit muslimische Länder bombardieren ließ. Wer steht also hinter den Protesten?

    Trumps Terrorschutz-Dekret hat am vergangenen Wochenende zu Protesten an mehreren internationalen Flughäfen und in zahlreichen Großstädten in den USA geführt. Insgesamt sollen Zehntausende Menschen an den Aktionen teilgenommen haben.

    Laut Alexei Tschepa, Vizechef des Auswärtigen Komitees der russischen Staatsduma (Parlamentsunterhaus), ähneln diese Demonstrationen „orchestrierten Aufführungen“.

    „Meine Meinung ist, wenn es solche Handlungen wie die Luftangriffe auf Libyen und den Irak gegeben hat, hätte man damals die Frage stellen sollen: Was macht ihr und wer hat euch das Recht dazu gegeben? (…) Damals hätte man protestieren sollen. Das ist nicht normal (…) Die heutigen Auftritte ähneln aber eher orchestrierten Aufführungen“, erläuterte Tschepa.

    Dem Abgeordneten zufolge könnten bestimmte Kräfte hinter den Protestaktionen stehen, die Trump nicht im Amt des US-Staatschefs sehen wollen: „Das ist nichts weiter als ein Vorwand für Hysterie rund um Trumps Handlungen.“

    Dabei betonte Tschepa, dass das neue Dekret Trumps eine minimale Anzahl von Menschen betreffe. Der Republikaner selbst hatte zuvor in einem schriftlichen Statement erläutert, die US-Regierung habe weiterhin Mitgefühl für jene Menschen, die vor Unterdrückung fliehen, dennoch wolle man zugleich die US-Bürger und die Grenzen schützen. Den Medien warf der Präsident unter anderem vor, fälschlicherweise von einer „Sperre für Muslime“ zu sprechen. Es gehe nicht um Religion, sondern um den Schutz der Nation, betonte er.

    Indes fragt man sich bereits auch im Weißen Haus, warum es zu Zeiten der Obama-Luftangriffe auf muslimische Staaten keine Massenproteste gegeben habe. Unter Tränen hielt der Fraktionsführer der Demokraten im US-Senat, Charles Schumer, am Sonntag eine Rede über das „unamerikanische“ Dekret. Trump bezeichnete dessen Tränen später als „Fake“.

    „Ich habe gestern Chuck Schumer mit Fake-Tränen gesehen. Ich werde ihn fragen, wer sein Trainer ist. Denn ich kenne ihn sehr gut. Und ich halte ihn nicht für eine Heulsuse“, sagte der US-Staatschef am Montag.

    Obama der „Friedensstifter“ und Trump der „Fremdenhasser“

    Am 27. Januar hatte Trump sein Terrorschutz-Dekret unterzeichnet. Das Dokument verbietet die Einreise von Bürgern aus besonders gefährdeten Ländern in die USA für 90 Tage. Medien zufolge betrifft das insbesondere Bürger aus Syrien, Iran und Irak, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen. Zudem stoppt es die Aufnahme von Flüchtlingen für 120 Tage und sieht einen unbefristeten Einreisestopp speziell für Geflüchtete aus Syrien vor.

    Aus den sieben Staaten, die vom Dekret betroffen sind, hatte die Obama-Administration zu ihrer Amtszeit fünf bombardiert: Syrien, den Iran, Jemen, Libyen und Somalia. Damals gab es jedoch keine landesweiten Proteste, während Trumps Dekret, das gegen Terrorismus gerichtet und dem Schutz der Nation dienen soll, für Zehntausende Menschen ein Grund geworden war, auf die Straßen zu gehen.

    Zudem bezeichnen die amerikanischen Mainstream-Medien Obama als einen Verteidiger des Friedens und der Demokratie, während sie Trump als einen eher fremdenfeindlichen Staatschef darstellen, der die Grundwerte und –sätze des amerikanischen Volks untergrabe.

    Laut Trump ähnelt seine Politik aber dem, was „Präsident Obama 2011 getan hatte, als er Visa für Flüchtlinge aus dem Irak für sechs Monate verboten hatte. Die sieben Länder, die im Dekret aufgelistet sind, sind dieselben Länder, die zuvor von der Obama-Administration als Quellen des Terrors bezeichnet wurden“, schrieb er in einem Statement vor wenigen Tagen.

    Wer will Trump das Leben als US-Staatschef erschweren?

    Im August vergangenen Jahres teilte David Brock, ein enger Vertrauter von Hillary Clinton und führender Polittechnologe der US-Demokraten, mit, dass American Bridge – ein Unternehmen, das finanzielle Mittel zur Unterstützung der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin sammelte – künftig die Rolle eines Angreifers einnehmen und Trumps Übergangsteam und Administration kontrollieren werde. Eigenen Angaben zufolge verfügt Brock über große Archive zu Trump. Seine Agenten würden Tausende Stunden Videoaufnahmen analysieren, um heikle Daten zu finden. Brock sagte damals, dass die Administration des Republikaners die korrumpierteste seit Amerikas „Goldenen Zeitalters“ werde.

    Im Frühling 2016 wurde eine Organisation namens „Democratic Coalition Against Trump“ (DCAT, zu Deutsch: „Demokratische Koalition gegen Trump“) gegründet. Diese setzte sich laut Angaben auf ihrer offiziellen Internetseite das Ziel, zu gewährleisten, dass der Republikaner niemals Präsident wird. Nun existiere DCAT, um die Trump-Administration zur Verantwortung zu ziehen, und bekämpfe direkt Trump und andere ihn unterstützende Republikaner „durch aggressive digitale und traditionelle Werbung, Breitenwirkung, tiefe oppositionelle Analyse und ein landesweites Team mit schneller Reaktionsfähigkeit“.

    Am 20. Januar schrieb die amerikanische Journalistin Asra Nomani im Zusammenhang mit den sogenannten Frauenmärschen gegen Trump, dass der Milliardär George Soros „enge Kontakte“ mit mindestens 56 Partnern dieser Protestaktionen unterhalte, darunter mit zentralen Partnern. Einige dieser Organisationen hat Soros laut der Journalistin gar „finanziert“. Ergebnisse ihrer Analyse veröffentlichte Nomani im Netz.

    Zuvor am 17. Januar hatte die US-Zeitung „Washington Times“ berichtet, dass ein Unternehmen namens „Demand Protest“ aus San Francisco potentiellen Teilnehmern von Anti-Trump-Protesten ein monatliches Gehalt von 2.500 Dollar und zusätzlich 50 Dollar pro Stunde für eine unmittelbare Beteiligung an Aktionen angeboten hätte. Dabei führte die Zeitung konkrete Werbetexte aus dem Internet als Beispiele an: „Kämpfe gegen Trump und verdiene Geld! Wir bezahlen Menschen, die bereits politisch motiviert sind, für Auftritte zur Verteidigung von dem, an das sie glauben. Sie wollten ohnehin handeln, dann sollten sie sich uns anschließen“, hieß es.

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    Tags:
    Proteste, Terrorschutzgesetz, Donald Trump, USA
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      pazi
      halb USA ?
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      Hamilton
      Na Logo,die Handlanger des Anglo-Amerikanischen Empires bekommen immer mehr hysterische Anfälle.
      Die Fratze des Bösen offenbart sich immer hemmungsloser.
      Wer noch bei Verstand ist kann das an Personen,Medien u.s.w. festmachen und es ist erschreckend.

      Wes „Geistes“ Kind die gezielte Kampagne gegen den gewählten Präsidenten der USA ist, zeigt sich besonders deutlich auch an der zentralen Rolle des Megaspekulanten George Soros, der wie kein anderer für das britisch-imperiale Finanzsystem der Globalisierung steht. Soros, ein Unterstützer von Drogenlegalisierung und Euthanasie, hat mit seinen geopolitischen Farbrevolutionen in aller Welt und einem engmaschigen Netzwerk von internationalen Organisationen mißliebige Regierungen gestürzt und versucht nun offenbar dasselbe in Washington. So wurde in Washington gegen Trump eine Anzeige der sog. „Bürger für Verantwortung und Ethik in Washington“ (Citizens for Responsibility and Ethics) eingereicht, die sich der Finanzunterstützung von George Soros erfreuen. Der neue Präsident wird beschuldigt, gegen die Verfassung zu verstossen, indem in seinen Hotels zeitweise Vertreter ausländischer Regierungen zu Gast sind und die Einnahmen somit Bestechung und Schmiergeldzahlungen darstellten. Diese Initiative ist jedoch nur eine Spitze des Eisberges, der möglicherweise sehr schnell sichtbar werden dürfte.
      gefunden bei: bueso.de/node/8934
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      juhuukuh
      Ach Sputnik, wenn eine Natalie Portman sich gegen Trump engagiert, werdet ihr mich nicht umstimmen können. Mag ja sein, dass dieser Kerl ins Kalkül russischer Politik passt, Russland jedoch leistet sich derartige Kulturträger an der Spitze des Landes nicht. Mal abgesehen von Herrn Jelzin. Trump hat Clinton verhindert. Das ist sein Verdienst. Mehr nicht.
    • zivilist
      SORROWS Consulting
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      juhuukuh
      Der arme Trump. Geboren in die soziale Isolation. Genötigt zu Entwicklung einer Persönlichkeit nach Kriterien seiner Kaste. Ohne menschliche Korrektive. Das Resultat: Ein Herrchen ohne Kultur. Die erbärmliche Kompensation: Er kann sich alles kaufen, auch Menschen. Die Macht seines Reichtums verleiht ihm Bedeutung.
      Gewöhnliche Reiche erfreuen sich ihrer Möglichkeiten, betreiben ihre Geschäft, halten die Klappe und wirken wohltätig, was der Verträglichkeit zugute kommen soll. Das genügt Trump nicht. Er muß laut werden. Die Welt beglücken. Wie konnte dieser Kerl Präsident der USA werden? Der gescheiterte Nobelpreistreger, und dessen geplante Nachfolge Hillary waren keine Alternative. Zur Wahl standen zwei Slogans. "Yes, we can!" und "We make America great again!". Beides beschreibt den Zustand der USA, und die Unmöglichkeit die Richtung dieses Kolosses zu beeinflussen. Erhalten bleiben unglaublicher Reichtum einerseits und immense militärische Macht. Wenn das amerikanische Volk ein neues Haus bauen will, wird es das alte abreißen müssen. Wenn dabei nur nicht der Planet leiden muß.
    • Iswall65Antwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      R. Lee Ermey,

      also 50% der Amerikaner sind Antidemokraten?

      Denn Trump wurde ja demokratisch gewählt und putschte sich nicht an die Macht!
    • R. Lee ErmeyAntwort anIswall65(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Iswall65, das sagt doch keiner!
      Ich gehöre übrigens auch zu denen die Trump nicht in dem Amt des US-Staatschefs sehen wollen und fühle mich trotzdem als Demokrat!

      Hier nochmal die Zahlen:

      ""Demnach kam Clinton landesweit auf 64.227.373 Stimmen, während Trump 62.212.752 Stimmen erhielt.""

      Demnach kann man die vielen Proteste gut verstehen, da mehr als 50% für Clinton sind.
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      Hubertus
      Trump muß mit eisener Hand tüchtig aufräumen ohne Gnade, Ratten haben es so an sich, wenn sie in die Emnge getrieben werden, beißen sie !
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      joergAntwort anIswall65(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Iswall65, nein eine Demokratie zeichnet sich auch dadurch aus, das man eine eigene Meinung sagen, schreiben etc. kann, Mann ist deswegen kein Antidemokrat. Ebenfalls haben mehr Leute Clinton gewählt wie Trump, wenn Sie das mal glauben würden, dann verstehen Sie vielleicht die Proteste. Trump hat zwar eine Menge von Wahlfälschungen erzählt , doch was wirklich handfestes hat er nicht gebracht.
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      JoJoHa
      Wenn man, meiner Meinung nach, die Schlächterin Clinton liquidiert, hört der Spuk schnell auf.
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      KlarissaAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      R. Lee Ermey,
      die bekannt gegebenen Stimmen für H. Clinton zweifel ich stark an.
      Wir erinnern uns? Eine Grünen-Abgeordnete in den USA hat das Wahlergebnis angezweifelt und forderte die Neuauszählungen der Stimmen in 3 Staaten. So weit so gut - ist ihr gutes Recht.
      Nach der Neuauszählung im zweiten Staat hat man sich aber nicht mehr die Mühe gemacht, den dritten Staat auch noch auszuzählen, weil das Ergebnis der Nachzählung erbrachte, dass Clinton noch weit weniger Stimmen erhalten hatte, als öffentlich verkündet.
      Dies war nur das Ergebnis der Nachzählung in drei (!!!) Staaten. Was hätte erst eine Neuauszählung aller Staaten der USA ergeben?
    • Politikscanner
      Damit beweist die sog. Elite der USA einmal mehr, ihr demokratisches Verständnis. Bisher galt immer der Spruch, das einzige Land der Welt, dass von einer bunten Revolution gefeit ist, sind die USA, da es dort keine US Botschaft gibt. Doch Soros, der Pate aller Revolutionen und Umstürze beweist uns das Gegenteil.
      Die Milliarden, die er wegen Trump verspekuliert hat, tun doch anscheinend weh...........

      Mfg
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      Jim HoldenAntwort anjuhuukuh(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      juhuukuh, Kaufen tun ja momentan seine Gegner. Auch bei uns glauben doch viele, sie sind Herr ihrer eigenen Entscheidungen, sind aktiv in div. Bewegungen und trotzdem stehen sie über 5 Ecken auf der Lohnliste von Soros und dienen dem Dämon!
    • R. Lee ErmeyAntwort anKlarissa(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Klarissa, was erzählen Sie denn da?
      Diese Grünen Abgeordnete hat doch die Auszählung aus Kostengründen wieder zurückgezogen!
    • PolitikscannerAntwort anjuhuukuh(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      juhuukuh,

      Naja, eine Hollywood Diva als Kulturträger zu bezeichnen, sagt doch alles über den Quotienten des eigenen Intellekt aus. Big Mac und Cola lassen Grüßen.......

      Mfg
    • PolitikscannerAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      R. Lee Ermey,

      Klar, weil die Kohle und die Spender für die Kosten gefehlt hatten, nur deswegen. Bitte bei der ganzen Wahrheit bleiben !

      Mfg
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      bluegreen
      Es sind die, die bereits J.F.K. haben umbringen lassen.
    • bananeAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      R. Lee Ermey, hab mir schon gedacht , dass du auch dabei bist! Viel viel verdienst du eigentlich mit deiner Agitation?
    • R. Lee ErmeyAntwort anbanane(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      banane, schon allein die Frage ist für mich Verdienst und Anerkennung genug! 🤠
    • AristotelesAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      R. Lee Ermey,
      nein keineswegs alle Frauen.
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