18:03 14 Dezember 2018
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    Ein Vulkan auf Island (Symbolfoto)

    Mega-Bohrung in Island: Forscher zapfen Vulkan an

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    4.600 Meter tief, über 425 Grad heiß und unvorstellbare 340 bar Druck – das sind die Eckdaten einer neuen Vulkan-Bohrung, die das isländische Forschungsunternehmen IDDP jüngst angefertigt hat. Dies teilt das Unternehmen mit.

    Das letzte Mal brach der Vulkan auf der isländischen Halbinsel Reykjanesskagi vor rund 700 Jahren aus. Doch in seinem Inneren brodelt es noch heute. Diese schier unerschöpfliche Energiequelle wollen isländische Wissenschaftler nutzbar machen.

    Deshalb haben die Spezialisten von Iceland Deep Drilling Projekt, einem Gemeinschaftsunternehmen lokaler Energieversorger, ein fast fünf Kilometer tiefes Loch in den Vulkan gebohrt. 176 Tage hat die Bohrung gedauert, bei 4659 Metern war vorerst Schluss. Weiter wagen sich die Profis nicht vor, wegen der Hitze und des Drucks.

    Video: Vulkanausbruch auf Insel Réunion

    Nun wollen die Forscher prüfen, ob und wie sich die Thermalenergie anzapfen lässt. Sollte dies gelingen, stünde dem Inselstadt zehn Mal mehr Energie zur Verfügung, als heute schon aus oberflächennahen Thermalquellen gewonnen werde, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

    Das derzeit tiefste Bohrloch der Welt befindet sich unweit der russischen Hafenstadt Murmansk: Über 12.000 Meter tief und 92 Zentimeter dick ist die Bohrung, die derzeit jedoch außer Betrieb ist.

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    Tags:
    Vulkan, Island