13:00 11 Dezember 2019
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    Boxwars: Epische Schlachten aus Pappkarton: „Hier gibt es nur Verlierer!“

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    Bei Boxwars werden epische Schlachten der Sinnlosigkeit veranstaltet. Es geht um Kreativität, es geht um Zerstörung und es geht um Verlierertum und Sinnlosigkeit.

    Die kreative „Sportart“ Boxwars wurde 2003 im australischen Melbourne ins Leben gerufen, seitdem erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit auf der Welt. Das Schema ist einfach: abgefahrene Rüstungen oder andere Gegenstände aus Pappkarton herstellen und in einer epischen Schlacht vernichten. Ein Sputnik-Interview mit Supreme Overlord und einem der Begründer von Boxwars, Ross Koger, brachte erstaunliche Einsichten zutage.

    Auf die Frage, worum es in Boxwars geht, antwortet Koger: „Der Punkt besteht darin, etwas aus Pappkarton herzustellen und dann zu zerstören, was wiederum den Punkt zerstört. Der Spaß entsteht aus dem Wettbewerb, bei dem man immer größere und verrücktere Gegenstände aus Pappkarton herstellt. Eine Art Wettrüsten, destruktiv aber bei weitem weniger tödlich. Es gibt in Boxwars keine Sieger, nur Verlierer. Wenn man sich in einer Boxwars-Schlacht befindet, hat man bereits verloren.“

    Entstanden sei diese Freizeitbetätigung recht spontan: „Es war eine Kreativitätsexplosion“, sagt Koger. „Die Idee entstand aus einem Duell mit Schwimmnudeln, das wir geführt haben. Wir stellten uns plötzlich Pappkartonschwerter vor und ein Event, bei dem Hunderte Pappkartonkrieger in sorgfältig konstruierten Rüstungen an einer epischen Schlacht der Sinnlosigkeit teilnehmen. Boxwars eben.“

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    Ihre Aufgabe nehmen die Macher sehr ernst: „Wir führen Workshops durch. Wir haben Teilnehmer aller Niveaus. Manche werkeln wochenlang an ihren Rüstungen, während andere diese an einem Nachmittag zusammenkleben. Es ist wichtig, alle bei Boxwars bauen zu lassen, damit sie lernen und auch Experten im Bau werden können. Pappkartonkreativität ist für jedermann!“, so Koger.

    Was es alles bei Boxwars gibt? „Wir haben ein System, um Rüstungsarten zu erfassen, das auf Größen basiert. Die kleinste Art nennt sich Agilitor, dann folgt Mammotha und am Ende steht Megoliatha. Klein, Mittel und Groß“, sagt der Supreme Overlord. „Megoliatha kann Sachen umfassen, die von drei bis zehn Meter gehen. Mein Favorit war ein sechs Meter langer Monstertruck. Wir hatten ein Pappkartonschlagzeug und eine Gitarre oben befestigt, sodass wir auf dem Weg ins Schlachtfeld AC/DC nachahmen konnten.“

    Der erste große Boxwars-Gig

    Mitmachen kann jeder: „Es gibt keine Geschlechtsunterschiede bei Boxwars. Jeder hat das Zerstören ziemlich gut drauf! Was Alter betrifft, so war unser ältester Kämpfer 74! Sehr junge Kämpfer können nicht teilnehmen. Sie müssen erst alt genug sein. Aber wir haben auch Workshops für Kinder, sodass sie auch später anständige Pappkartonkrieger werden können.“

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    Boxwars, Ross Koger