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13:58 20 August 2019
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    LEGO wird smart: Kids sollen Spielzeug per App programmieren

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    Lego-Blöcke aufeinanderschichten oder komplexere Legomaschinen mit Steckverbindungen zuwege bringen – das kennen die meisten. Doch eine Legomaschine mit wenigen Befehlen über das Tablet bedienen – ist neu und wurde unter dem Namen Lego Boost jüngst auch in Deutschland vorgestellt.

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    Zu den Kindheitserinnerungen vieler gehört Lego, das berühmte Baukastensystem aus Plastikblöcken. Mit Lego Technic hatte es einen Schritt vom simplen schichtweisen Bausystem zu komplizierteren Konstrukten getan. Lego Mindstorms machte Lego zum ersten Mal programmierbar. Nun kommt mit Lego Boost ein Bausatz auf den Markt, der nicht nur neue technische Teile an Bord geholt hat, sondern auch per App bedienbar ist. In einem Sputnik-Interview erklärt Design Director Simon Kent dieses neue Produkt des Spielzeugherstellers.

    „Es gibt drei neue Hardwarebestandteile in Lego Boost“, berichtet Simon Kent zur neu integrierten Technik. „Der erste ist der Move Hub, ein Block, der zwei Motoren enthält. In ihn werden auch die Batterien eingefügt. Innendrin haben wir einen Neigungssensor. Wenn man den Hub aufhebt und zum Beispiel dreht, merkt sich der Sensor die Drehung. Außerdem ist der Hub das Teil, mit dem man via Bluetooth eine Verbindung zum Tablet herstellt. Die zweite Hardware ist ein Motor, der an einem 20 Zentimeter langen Kabel hängt. Das macht ihn flexibel. Und schließlich gibt es noch einen Sensor. Dieser kann Farben unterscheiden. Eins unserer Modelle ist ein Roboter, den wir Vernie nennen. Bei ihm kann man Emotionen programmieren, sodass er zum Beispiel bei einem roten Legostein wütend wird und sich bei einem blauen freut. Der Sensor kann auch Bewegungen erkennen. Wenn man also die Hand vor ihn schiebt, merkt er das. So könnte man Vernie das Zimmer überwachen lassen und wenn die Schwester reinkommt, erschreckt er sie.“ 

    Ebenfalls neu ist die intuitive Bedienung für Kleinkinder per App. „Wir haben komplexe Befehle wie Beschleunigung, Geschwindigkeit und Zeit genommen, die das Kind programmieren müsste und sie auf einfache Einheiten heruntergebrochen“, erklärt Kent. „Damit sich der Roboter vorwärts bewegt, müssten zum Beispiel zwei Motoren gleichzeitig beschleunigen und sich dieselbe Zeit lang mit gleicher Geschwindigkeit drehen. Solche Befehle sind bei uns dann einfache Blocks, die man linear als Befehlsketten anordnen kann. Die Blocks basieren ferner auf Icons. Das bedeutet, dass die Kinder nicht unbedingt Lesen und Schreiben können müssen, um zu programmieren.“ 

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    Bei der Bedienung und Programmierung eröffnet der Roboter einige Möglichkeiten. „Die Kinder können den Roboter seinen Kopf in verschiedene Richtungen bewegen lassen. Er kann auch zu einem reden. Es gibt dafür extra programmierte violette Sprachblöcke, über die man mit dem Roboter ins Gespräch kommen kann. Außerdem haben wir Vernie eine ganz bestimmte Persönlichkeit verpasst, damit die Kinder mit ihm besser interagieren können. Diese können die Kinder dann selbständig weiterentwickeln. Man kann ihn auch eigene Sätze sprechen lassen. Dafür zeichnet man seine Stimme zunächst auf. Wir haben uns gegen einen Textübersetzer entschieden, da die Kinder die Worte richtig schreiben müssten, was in dem Alter nicht immer der Fall ist. Sie zeichnen also ihre Stimme auf und dann gibt es da einen Filter, der ihre Stimme der Vernies ähnlich macht. Es wird aber auch eine Menge anderer Filter geben, wenn sie ihre Stimmen zum Beispiel pitchen wollen oder Darth Vader nachahmen wollen. Es werden hier also alle möglichen Modulationen der Stimme Vernies möglich sein“, so Kent. 

     

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    LEGO, Simon Kent