23:30 14 Juli 2020
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    Die OSZE-Beobachter in der Ukraine haben von neuen Verstößen gegen die Waffenruhe im Donbass berichtet: Rund 4.000 Geschosse sind im Zeitraum vom 2. bis zum 3. Februar abgefeuert worden. Die meisten Verstöße sind dabei bei Donezk registriert worden.

    Unter anderem hat die OSZE den Tod „mehrerer“ Zivilisten im Ergebnis des Beschusses von Awdejewka und Donezk bestätigt.

    „Die Beobachtermission bestätigt den Tod mehrerer friedlicher Bürger und Verletzungen einer Vielzahl friedlicher Bürger in Awdejewka und in der Stadt Donezk nach dem Beschuss“, geht aus der Meldung der OSZE hervor.

    In den vergangenen Tagen sind die Kämpfe in der Ost-Ukraine wieder aufgeflammt. Es soll Dutzende Tote gegeben haben. Beide Seiten – die Regierungsarmee und die Volksmilizen – werfen sich gegenseitig vor, im Raum Awdejewka eine Offensive versucht zu haben. Diese Ortschaft mit rund 30.000 Einwohnern liegt knapp 20 Kilometer nördlich von Donezk.

    Die Eskalation fiel mit dem Besuch des  ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Deutschland zusammen, wo er für neue Sanktionen gegen Russland geworben hat. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ist die Bundesregierung sich im Klaren, dass hinter der neuen Verschärfung der Donbass-Krise möglicherweise ein Kalkül Poroschenkos steckt.

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    Tags:
    Waffenruhe, OSZE, Donbass, Ukraine