04:48 28 Oktober 2020
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    Europas Flüchtlingsdeals (141)
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    Flüchtlinge haben den für Einwanderung zuständigen griechischen Minister, Yanis Musalas, in ihr Lager auf dem Gelände des ehemaligen Athener Flughafens Ellinikon nicht hineingelassen, wie der Sender ERT berichtet.

    Musalas kam am Montag zum Lager, um mit den dort lebenden Migranten zu verhandeln. Diese hatten zuvor einen Hungerstreik angekündigt und gefordert, die Bedingung im Camp zu verbessern sowie eine Schule für ihre Kinder einzurichten. Sie hätten nicht einmal die notwendigsten Sachen, meinten sie.

    Die Flüchtlinge haben laut dem Sender jedoch den Eingang versperrt und somit den Minister nicht hineingelassen. Beinahe sei es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Einige Minuten später habe Musalas das Camp wieder verlassen, so ERT.

    Laut Nichtregierungsorganisationen (NRO) gibt es im Lager keine Kindermilch und Windeln. Unter anderem würden Lebensmittel schlechter Qualität dorthin geliefert, es gebe kein heißes Wasser und keine Möglichkeit, Kleidung zu waschen. Die Flüchtlinge können den NROs zufolge auch keine Krankenhäuser besuchen, weil es keine Dolmetscher gebe.

    In diesem Zusammenhang rufen sie die Regierung auf, alle Forderungen der Migranten zu erfüllen und neue Aufnahmezentren zu öffnen.

    Dabei erhalten diese Organisationen Hunderte Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe. Die Europäische Union überreicht die für diese Zwecke zugeteilten Finanzmittel an NROs, statt an die Regierung. Laut Brüssel könnte sonst das Geld in den Taschen der Beamten bleiben.

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