02:58 25 März 2017
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    US-Soldaten in Jemen Archivbild)

    Jemen lässt US Army nicht mehr „bodenoperieren“ Medien

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    Jemens Regierung hat ihre Erlaubnis für US-Truppen, im Rahmen des Kampfes gegen den Terror Bodenspezialeinsätze im Land durchzuführen, zurückgenommen, wie die Zeitung „The New York Times“ unter Berufung auf einen US-Beamten berichtet.

    Der Zeitung zufolge ist diese Entscheidung nach der Durchführung der ersten großangelegten Operation der US-Streitkräfte in Jemen nach Trumps Amtsantritt getroffen worden, bei der mehrere Zivilisten ums Leben kamen. Nun sei auch fraglich, ob das Pentagon die Erlaubnis von Trump bekommen werde, selbständiger bei Auswahl und Ausführung von Anti-Terror-Einsätzen in Jemen zu handeln.

    Nach Angaben der US-Beamten bleiben Drohnen-Angriffe sowie US-Militärberater, die den Jemen und die Kräfte der Vereinigten Arabischen Emirate Aufklärungsunterstützung leisten, von diesem Verbot verschont.

    Zuvor hatte das Pentagon eingeräumt, dass bei einem US-Raketenangriff auf eine Gruppe Al-Qaida-Kämpfer im Süd-Jemen möglicherweise Zivilisten, darunter auch Kinder, ums Leben gekommen seien. Bei der Operation ist zudem ein US-Soldat getötet worden, drei weitere wurden verletzt.

    Der Anti-Terror-Einsatz in Jemen war monatelang in der Obama-Administration diskutiert worden. Angesichts der enormen Risiken für die US-Spezialkräfte im Herzen des zerrissenen Landes hatte der frühere US-Präsident die Entscheidung hinausgezögert. Schließlich überließ Obama diese Frage praktisch seinem Nachfolger Trump. Der neue Staatschef, der versprochen hatte, den islamistischen Terror weltweit zu bekämpfen, befahl den Einsatz direkt nach seinem Amtsantritt.

    Im Jemen herrscht seit Jahren Bürgerkrieg. Die Huthi-Organisation Ansar Allah kämpft gemeinsam mit regierungstreuen Truppen gegen jene Teile der Armee, die den vertriebenen sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi unterstützen. Zudem sind die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) und die Terrororganisation Al-Qaida in den Bürgerkrieg involviert.

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    Tags:
    Entscheidung, Erlaubnis, Anti-Terror-Einsatz, Verbot, Bodenoperation, Pentagon, Jemen, USA
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    Alle Kommentare

    • zivilist
      Jeder Drohnenangriff schafft mindestens 10 neue Terroristen, die USA machen weiter.
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      tina
      Na bitte,endlich jemand der denn Mumm
      hat das unnütze Personal nach Hause zu schicken.
      Oder wie Trump jetzt sagen würde :You`re Fired ! :)))))
    • avatar
      tinaAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist,
      na logo,davon leben die ja.
      Der Krieg muss am leben gehalten werden
      weil die sonst nicht wissen was sie tun sollen.
      Die können ja nix.
      Öl haben andere Länder auch.
      ja und von Burger King und MC Donalds kann
      gaaaaaaaaanz Amerika nicht leben,oder ?
    • avatar
      Eugen
      Jemens Regierung
      --------- ??? ---------
      Hat Jemen eine Regierung - oder eine Exil-Regierung !

      Diese Exil-Regierung ist das Feigenblatt für die Angriffe der Nachbarn. Wäre heute Wahl - gäbe es eine legittimierte Regierung und Jemen wäre frei.
      Das ist der ganze Konflikt. Mehr nicht.
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