00:26 23 Oktober 2018
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    Sibirien: Russische Post hindert Briten an Fußmarsch nach Indien

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    Eigentlich hat der britische Landwirt Andrew Lloyd eine Reise von der russischen Teilrepublik Sacha aus nach Indien geplant – zu Fuß, ganz ohne Auto, Flugzeug oder Zug. Doch die russische Post zog dem Abenteurer einen Strich durch die Rechnung, wie russische Medien berichten.

    Kurz bevor er in der Republik Sacha ankam, um von dort aus nach Indien zu wandern, hatte der Brite noch in der Heimat seine Reiseausrüstung per Post nach Russland geschickt. Nur am Bestimmungsort kam diese niemals an. Lloyd hat den Verlust der Sendung bei der Russischen Post gemeldet und wartet auf eine Lösung.

    „Wir haben uns heute mit Andrew Lloyd getroffen und sein Anliegen entgegengenommen. Nun bereiten wir eine offizielle Antwort darauf vor“, wird eine Sprecherin der Russischen Post von russischen Medien zitiert. „Er hat uns die Track-IDs bereitgestellt, die seinem Gepäck beim Absenden in der Heimat zugewiesen wurden. Beim russischen Zoll wurden der Sendung keine Track-IDs vergeben. Das heißt, sie wurde bei der Russischen Post nicht erfasst und konnte auch nicht nach Sacha geliefert werden“, so die Unternehmensvertreterin.

    Die Sendung bestehe aus mehreren Paketen, die derzeit teils beim russischen Zoll aufbewahrt würden, teils bereits zurückgeschickt worden seien, sagte sie.

    Andrew Lloyd hat sich vorgenommen, 6500 Kilometer von Sibirien aus über die Mongolei, den Tibet und den Himalaya bis nach Indien zu Fuß zu gehen. Diese Route hatte er sich im Roman „Der lange Weg“ des polnischen Schriftstellers Sławomir Rawicz abgeschaut. Die vier Hauptfiguren des Romans legen diese Strecke auf ihrer Flucht aus einem Gulag-Lager zurück.

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    Tags:
    Russische Post, Andrew Lloyd, Himalaya, Tibet, Mongolei, Sibirien, Indien