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07:26 23 Juli 2019
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    Tote Grindwale in Neuseeland

    Neuseeland: Kein Strandzugang wegen Explosionsgefahr toter Grindwale

    © REUTERS / Anthony Phelps
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    Die Regierung Neuseelands hat den Zugang zum Strand an der Südküste des Landes wegen möglicher Explosionen der zuvor gestrandeten, toten Grindwale eingeschränkt, wie das Portal „Stuff“ berichtet.

    Die neuseeländische Naturbehörde teilte demnach mit, die an der Küste der neuseeländischen Südinsel gestrandeten Grindwale könnten wegen Gase bei ihrem Zersetzungsprozess explodieren.

    „Sie quellen auf – es gibt viele Bakterien in ihren Mägen. Und der Darm kommt aus dem Tier heraus und explodiert dann“, so der Behördensprecher gegenüber dem Radiosender „Radio New Zealand“.

    Die Fachleute pumpen laut dem Portal nun mit speziellen Nadeln das Gas aus den Kadavern der Tiere ab. Selbst wenn sich die Explosionen tatsächlich ereignen, würden die Mitarbeiter keine ernsten Verletzungen erleiden, heißt es.

    Darüber hinaus plane die Regierung, einen Zaun zu errichten, damit die toten Grindwale nicht ins offene Meer geraten können. Die toten Tiere sollen später vom Strand weggebracht und in einem für Menschen nicht zugänglichen Gebiet begraben werden.

    Zuvor war berichtet worden, dass über 600 schwarze Grindwale an der Küste der Südinsel Neuseelands gestrandet waren. Der Großteil der Tiere sei demnach gestorben, dennoch konnten freiwillige Helfer etwa 100 Grindwale retten. Diese befinden sich weiterhin in der Bucht. Rettungskräfte versuchen, ihnen den richtigen Weg zu zeigen, damit sie ins offene Meer zurückschwimmen können.

    In Neuseeland stranden oft Wale und Delphine an der Küste. Die Wissenschaftler konnten bislang keine genauen Ursachen dafür feststellen. Wenn ein Wal strandet, ist es üblich, dass andere Artgenossen ihm helfen wollen, ins offene Meer zurückzuschwimmen. Doch dabei teilen sie dann dessen Schicksal.

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    Tags:
    Tiere, Explosion, Grindwale, Neuseeland