02:37 22 Februar 2017
Radio
    Gebäude der New York Times in New York

    Flynn-Fake-Tweets bringen Kongressabgeordnete auf die Palme

    © AFP 2016/ EMMANUEL DUNAND/FILES
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 1084216

    Zwei Kongressabgeordnete des US-Repräsentantenhauses sowie mehrere Medien haben einen Fake-Account des zurückgetretenen Sicherheitsberaters des US-Präsidenten Donald Trump, Michael Flynn, als echt gedeutet und daraus zitiert, wie das Portal Mashable berichtet.

    Demnach geht es um einen Account, der am 1. Februar erstellt wurde, dabei aber über keinerlei Bezeichnungen verfügt, die seine Authentizität bestätigen würden. Hier wurden folgende Kurzmitteilungen angeblich von Flynn veröffentlicht:

    „Obwohl ich die ganze Verantwortung für meine Handlungen begreife, scheint es mir ungerecht zu sein, dass ich nach allem, was geschah, zum einzigen schwarzen Peter wurd“, so eine Mitteilung. „Wenn der schwarze Peter genau das ist, was diese Administration braucht, um diese Großnation voranzutreiben, dann habe ich meine Pflicht mit Stolz erfüllt.“

    Für baren Ernst sollen diese Tweets die Chefin der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, sowie der Kongressabgeordnete vom Bundesstaat Maryland, Elijah Cummings, genommen haben. Bei ihrem Auftritt auf der Pressekonferenz im Kongress zeigten sie sich wegen der Anwendung der Aussage „Schwarzer Peter“ empört.

    Auch die Zeitung „The New York Times“ soll aus dem falschen Account Flynns gleich drei Kurzmitteilungen zitiert, dann den Fehler jedoch behoben haben, so das Portal.

    Zuvor war berichtet worden, dass Flynn als Trumps Nationaler Sicherheitsberater zurücktrete. In seinem Rücktrittsgesuch soll er zugegeben haben, er habe dem US-Vizepräsidenten Michael Pence und anderen Vertretern des Weißen Hauses unabsichtlich unvollständige Informationen über die mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, geführten Telefonate zur Verfügung gestellt.

    Davor hatte die US-Zeitung „The Washington Post“ mitgeteilt, dass Flynn und Kisljak am 29. Dezember fünf Telefonate geführt hätten – im Zeitraum zwischen der Bekanntgabe der neuen US-Sanktionen und der Entscheidung von Präsident Wladimir Putin, keine Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Zum Thema:

    Trumps Sicherheitsberater Flynn tritt zurück
    Trumps Sicherheitsberater Flynn gegen Islamisten und für Normalisierung mit Moskau
    Mogherini zweifelt an Bereitschaft der USA zur Aufrechterhaltung der Sanktionen
    Verhandlungen mit den USA - Sanktionen bleiben außen vor
    Tags:
    Abgeordnete, Veröffentlichung, Fehler, Twitter-Account, The New York Times, Twitter, US-Kongress, Michael Flynn, USA