04:49 22 September 2017
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    Die deutsche Justiz - Symbolfoto

    Berlin: Flüchtling missbraucht 6-Jährige – frei auf Bewährung, Kindsvater erschossen

    © AP Photo/ Michael Probst
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    „Mir egal, ob Frau oder Mädchen“: Ein Pakistaner hat sich in einer Asylunterkunft in Moabit an einem sechsjährigem Kind vergangen. Als der Vater des Kindes sich an dem ertappten Peiniger rächen will, wird er von der Polizei erschossen. Knapp fünf Monate danach wird der Täter lediglich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

    Diese bestürzende Geschichte, die sich im September des vergangenen Jahres abspielte, sorgte für Schlagzeilen. Kaum jemand hatte Zweifel, dass der Pakistaner nach der furchtbaren Tat für Jahre hinter Gittern kommt. Am Dienstagabend hat das Amtsgericht Tiergarten den Sexualtäter jedoch auf Bewährung freigelassen.

    ​Der Täter Tayyab M. – ein junger Mann, der wegen angeblicher „politischer und finanzieller Probleme“ aus Pakistan geflohen war und dabei seine nun ehemalige Frau im Land hinterließ. 2015 kam er in Deutschland an und wurde in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Moabit untergebracht.

    Der Anklage zufolge lockt der 27-Jährige Ende September des vergangenen Jahr mit einem Handy ein ihm bekanntes sechsjähriges irakisches Mädchen in einen Hinterhalt, entkleidet es und fällt über es her. Bei einem Gespräch mit einer Polizei-Psychologin wird die Sechsjährige später angeben, dass der Angeklagte sie im Schambereich gebissen hat.

    ​Bevor der Täter jedoch in sie eingedrungen ist, wird er von zwei anderen Asylanten, die ihm gefolgt sind, weggezerrt und Sicherheitsmitarbeitern übergeben. Als der Peiniger bereits in Handschellen im Polizeiwagen sitzt, nähert sich ihm der alarmierte Vater des Kindes, der sich offenbar an ihm rächen will. Angeblich mit einem Messer.

    Mehrere Polizisten schießen, einigen Angaben im Prozess zufolge konnte der tödliche Schuss den 29-jährigen Vater von drei Kindern von hinten gekommen sein, in den Rücken. Wenige Zeit später stirbt er in einem Krankenhaus.

    Am Dienstag wurde nun fünf Monate danach das Urteil gefällt – der Täter wurde zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, nachdem er ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte. Der Übergriff auf das Mädchen sei spontan erfolgt, alles habe sich einfach „so ergeben“, sagte der Angeklagte im Prozess. Ob Mädchen oder, Frau sei ihm egal gewesen. Nun kommt er als Ersttäter nach knapp fünf Monaten Haft auf freien Fuß.

    Nach dem Urteil musste die fassungslose verwitwete Mutter des Kindes wegen einem Nervenzusammenbruch ärztlich behandelt werden. Der Verurteilte hat trotz einer nur zwei Monate lang gültigen Duldung weitgehende Pläne und will sich in Deutschland niederlassen.

    Es läuft derzeit ein weiteres Verfahren, bei dem geprüft werden soll, ob die Polizei berechtigt gewesen sei, den Vater des Mädchens zu erschießen.

    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1281)
    Tags:
    Migranten, Berlin, Deutschland