16:11 24 Februar 2017
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    WikiLeaks: CIA mischte in Frankreichs Präsidentschaftswahl mit

    © REUTERS/ Pascal Rossignol
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    Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat die CIA der Einmischung in die Präsidentschaftswahlen in Frankreich im Jahr 2012 beschuldigt. Der US-Geheimdienst soll Agenten eingeschleust und sämtliche politischen Kräfte unter die Lupe genommen haben.

    Demnach war einige Monate vor den Wahlen angenommen worden, dass die Partei „Union für eine Volksbewegung“ des damaligen Staatschefs Nicolas Sarkozy ihre Macht nicht aufrechterhalten könnte. Darum machte es sich die CIA zur Aufgabe, zu inneren Tendenzen in der Partei sowie den persönlichen Sichtweisen von Sarkozy zu ermitteln. Selbst die Tatsache, dass er als proamerikanischer Politiker galt, habe ihn nicht gerettet.

    Auch die Sozialistische Partei von François Hollande, der Front National von Marine Le Pen sowie die möglichen Siegerkandidaten Dominique Strauss-Kahn und Martine Aubry sollen bespitzelt worden sein.

    Die Geheimdienstler sollen sich für die Lage in den führenden Parteien Frankreichs, deren Verbindungen zu Business-Eliten und ihre Finanzierung aus dem Ausland interessiert haben. Auch ihre Einstellung zur EU-Wirtschaftskrise sowie Frankreichs Rolle in der Lösung der Griechenland-Krise habe die CIA herausfinden wollen.

    Die ganze Spionagetätigkeit der CIA dauerte WikiLeaks zufolge zehn Monate lang an und war erst nach der Zusammenstellung der neuen Regierung beendet worden.

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    Tags:
    Geheimdienstler, Spionage, Einmischung, Präsidentenwahl, WikiLeaks, CIA, USA, Frankreich
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Schlußfolgerer
      Angesichts der schmierigen Art und Weise, wie Sowjets bei ihrer Auflösung betrogen wurden, sollte klar sein, dass Moskau heute sagt „Nun ist Schluss mit der ewigen Ausweitung des Machtbereiches eines Hegemons!“

      Wenn wir daran denken, wie Chiles gewählter Präsident Salvador Allende von der CIA weg geputscht und von der Marionette Augusto Pinochet ermordet wurde… Die völkerrechtswidrige Verminung des Hafens von Nicaragua… Die Überfälle auf Vietnam und den Irak... So viel Platz haben wir hier gar nicht, alle Verbrechen zu erwähnen.

      Bis hier her und nicht weiter!

      Wenn Donald Trump nun allerdings die „Rückgabe“ der Krim verlangt, ist nichts Gutes zu erwarten und Moskau ist daher gut beraten, nicht mehr nachzugeben.
    • der15.Franzose
      Strauss- Kahn wurde be- spitz-elt. Wär hätte dies je gedacht :)

      Aber ganz sicher hat die CIA nichts damit zu tun, einem der vermögensten und mächtigen Männer Frankreichs des erzwungenen Geschlechtsverkehrs mit einem häßlichen und zudem dummen Bettvorleger zu beschuldigen.

      Ist doch ganz klar, das der Mann - eben weil er sich in seiner Liga so ziemlich alles kaufen kann, was nur irgendwie käuflich ist - eine Putze anspringt.

      Der logisch denkende Mensch könnte jedoch zu dem Schluß kommen, das Dominik Strauss Kahn bei der von unseren Freunden angestellten Qualitätsprüfung leider durchgefallen ist und entsorgt werden mußte.

      Denn wozu sonst ist die CIA unterwegs und selektiert die Kandidaten nach ihren Kriterien vor, wenn nicht um denjenigen auszuwählen, der ihnen am nützlichsten erscheint. Ansonsten wäre auch dies in USA die Veruntreuung öffentlicher Gelder, wenn sie es aus reiner Neugier täten.
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      EugenAntwort anSchlußfolgerer(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Schlußfolgerer, die Liste ist unendlich und Sie haben Recht.
      Aber ich habe lieber ein Lippenbekenntnis Trumps an dieser Stelle, damit er sich den Rücken frei hält und nachhaltig die amerikanische Außenpolitik zur Räson bringt. Daher muß er einen tolerablen Kurs für die Neokons vorgeben.
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      SchlußfolgererAntwort anEugen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eugen, hoffen wir, das Weltenschiff werde mit Putin, Trump und Xi Jinping einen friedlichen Kurs ansteuern! Nach so kurzer Amtszeit ist es noch zu früh, um Einschätzungen über Trump abzugeben. Umso entlarvender der Frontalangriff ferngesteuerter Medien auf ihn – auch und gerade bei uns!?

      In meinem obigen Beitrag kopierte ich irrtümlich die beiden ersten Absätze nicht mit, die auf den Vorwurf der russischen Einmischung in die französischen Wahlen Bezug nehmen. Daher hier mein vollständiger Text nochmals:

      Genau diese Art der Einmischung wird spiegelverkehrt Russland vorgeworfen, quasi als Selbstreflexion. In anderen Kategorien kann man wohl über dem Atlantik nicht denken.

      Mich persönlich würde eine solche Einflussnahme nicht übermäßig stören, da sie ein gewisses Gleichgewicht herstellen könnte.

      Angesichts der schmierigen Art und Weise, wie Sowjets bei ihrer Auflösung betrogen wurden, sollte klar sein, dass Moskau heute sagt „Nun ist Schluss mit der ewigen Ausweitung des Machtbereiches eines Hegemons!“

      Wenn wir daran denken, wie Chiles gewählter Präsident Salvador Allende von der CIA weg geputscht und von der Marionette Augusto Pinochet ermordet wurde… Die völkerrechtswidrige Verminung des Hafens von Nicaragua… Die Überfälle auf Vietnam und den Irak... So viel Platz haben wir hier gar nicht, alle Verbrechen zu erwähnen.

      Bis hier her und nicht weiter!

      Wenn Donald Trump nun allerdings die „Rückgabe“ der Krim verlangt, ist nichts Gutes zu erwarten und Moskau ist daher gut beraten, nicht mehr nachzugeben.
    • Iswall65
      Nun hat Putin auch noch die CIA unterwandert.
      So ein Teufelskerl aber auch.;-))))
    • TLWAustria
      Die Geheimdienste vieler Staaten, bilden inzwischen Staaten im Staat ab. Die Kontrolle ist nur mehr zum Schein gegeben - wie im Römischen Reich ... von der Demokratie zu sehen, ist nur mehr die Beschreibung auf Wikipedia ....
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      mfakiAntwort anIswall65(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Iswall65, genau das habe ich auch gedacht. Dieser Schuft. :)
    • OBLIVION
      Darauf möchte ich wetten!!
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