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10:47 21 September 2019
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    der Chef der türkischen Religionsbehörde Mehmet Görmez

    Türkische Religionsbehörde kommentiert Spitzel-Vorwürfe gegen Imame

    © AFP 2019 / ADEM ALTAN
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    Der Chef der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Mehmet Görmez, hat Vorwürfe wegen angeblicher Spionagetätigkeit gegen vier türkische Geistliche zurückgewiesen, die für den deutschen Verband DİTİB tätig sind. Dies geht aus einer Erklärung von Görmez hervor, die Sputnik vorliegt.

    „Unsere Geistlichen betreiben keine illegale Tätigkeit. Um das gegenseitige Vertrauen aufrechtzuerhalten, wurden die Religionsdiener, denen Amtsmissbrauch vorgeworfen wird, in die Türkei zurückgebracht, obwohl sie keine Nachrichtendienst- oder  Spähaktivitäten betrieben", hieß es. 

    Der Vorfall habe nicht nur mehr als drei Millionen Gläubigen türkischer Herkunft in Deutschland, sondern auch mehr als fünf Millionen Muslime „geistig verletzt", so Görmez.

    „Diese unbegründeten Äußerungen, Nachrichten  und Behauptungen in den Medien können den Gläubigen unheilbare Wunden zufügen. Die politisch und öffentlich verantwortlichen Personen sollten sich mit übereilten und unredlichen Erklärungen zurückhalten", so Görmez. Diyanet  halte sich uneingeschränkt an das Prinzip politischer Neutralität und sondere sich von radikalen Strukturen, Terrorismusherden und Kreisen ab, die die Religion missbrauchten.

    Zuvor hatten deutsche Medien berichtet, dass Beamte des Bundeskriminalamtes  die Wohnungen  von vier Imamen der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion DİTİB durchsucht hatten, die der Spionage verdächtigt werden.  

    Imame und Religionsattachés von DİTİB sollen Informationen über Anhänger der Gülen-Bewegung und deutsche Lehrer gesammelt und diese an das türkische Generalkonsulat in Köln weitergegeben haben. Ankara macht die Gülen-Bewegung für den versuchten Putsch vom Juli 2016 verantwortlich.

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    Tags:
    Imam, Vorwürfe, Spionage, Ditib, Amt für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Mehmet Görmez, Deutschland, Türkei