08:50 25 November 2017
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    Wolga GAZ-24

    Diese drei Sowjet-Autos lieben die Deutschen

    © Sputnik/ D. German
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    Osteuropäische Wagen sind im Westen nicht sehr beliebt, wie das Magazin „Auto Motor und Sport“ schreibt. Wie dessen Top-Ten nun aber zeigt, gibt es inzwischen auch Modelle, die ihren Besitzern Freude machen.

    Nummer eins 

    Lada Niva
    © Foto: Lada Niva
    Der Lada Niva kann kaum als cool bezeichnet werden, im Gegensatz zu Legenden derselben Klasse wie es der Land Rover Defender oder das Mercedes G-Modell sind. Der sowjetische Geländewagen ist viel günstiger und steht den beiden SUVs dabei an Geländefähigkeit in nichts nach. Der Niva ist dafür hergestellt geworden, um dorthin zu kommen, „wo es keine Straßen, sondern bestenfalls Schneisen im Wald oder schlaglochübersäte Feldwege gibt“.

    Doch Ausstattung und Komfort des Wagens sind minimalistisch. Der Motor springt nicht schnell an, die Federung ähnelt der von Fahrzeugen aus der Vorkriegszeit. Nur mit Mühe kann man steuern und schalten. Aber bei regelmäßiger Pflege bleibt das Auto lange in gutem Zustand, wie das Magazin ergänzt: „Der Niva ist kein verzärteltes Luxusspielzeug, sondern ein Werkzeug.“

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    Nummer zwei 

    Wolga GAZ-24
    © Sputnik/ Yuriy Ivanov
    Wolga GAZ-24

    Der nach dem großen russischen Fluss benannte Wolga GAZ-24 „bahnt sich unaufhaltsam wie der breite Strom den Weg durch Jahrzehnte“, so die Zeitschrift. Der Wagen sieht aus wie eine Mischung aus Opel Rekord A und Dodge Dart und ähnelt von der Größe her einem Opel Admiral.

    Der Innenraum des Wolga erstaunt durch  seine Breite. Die Fahrt mit dem GAZ-24 hinterlasse keinen so schlimmen Eindruck wie man glaubt, die Steuerung aber funktioniere nach einem veralteten Prinzip und wirkt „sehr amerikanisch“. Der Motor erinnere in seiner Konstruktion an den von Opel, ist aber völlig aus Leichtmetall gebaut und arbeitet leise und antriebskräftig. Beständigkeit aber sei dem Auto sicher nicht abzusprechen, der Wagen läuft auch unter schwierigsten Bedingungen wie minderwertigem Öl oder Benzin.

    Nummer drei 

    UAZ 469
    © Sputnik/ Yu. Kravchuk
    UAZ 469

    In der Top-10-Liste wurde noch ein sowjetischer Geländewagen genannt, der UAZ 469. Komfort ist in diesem „klassisch aussehenden Offroader“ nicht vorgesehen, ebenso wie die Furcht vor Hindernissen. Das Auto leiste seinem Besitzer grenzenlose Reisefreiheit – „zumindest innerhalb der erlaubten Landesgrenzen des damaligen Ostblocks“, ergänzt das Magazin. Die Bodenfreiheit beträgt 300 Millimeter bei der Militärversion und 220 Millimeter bei der Zivilversion. Aufgemotzte Technik ist hier nicht zu suchen, deshalb lässt sich der UAZ 469 mit örtlichen Mitteln leicht reparieren. 

    GAZ-13 Tschaika
    © Sputnik/ Ekaterina Chesnokova
    Der seit 1959 gebaute SUV genießt immer noch Popularität in der ehemaligen Sowjetunion. Auch in der Ex-DDR werden bis heute etwa 2.500 UAZ 469 gebraucht.

    Außerdem erzählt das Magazin über einen seltsam gebauten zweisitzigen Bohse Euro-Star, der auf der Basis des sowjetischen Lada 2105 in einer Kleinfabrik in Dörpen in Emsland produziert wurde.

    In die Liste kamen auch die ostdeutschen Modelle Barkas B 1000, Wartburg 1.3 und Trabant 601, der tschechische Tatra 613 und Skoda Felicia Fun sowie der relativ neue rumänische Dacia Logan 1.4 MPI.

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    Tags:
    Lada Niva, UdSSR, Deutschland, Russland
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