09:04 24 Februar 2017
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    Wolga GAZ-24

    Diese drei Sowjet-Autos lieben die Deutschen

    © Sputnik/ D. German
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    Osteuropäische Wagen sind im Westen nicht sehr beliebt, wie das Magazin „Auto Motor und Sport“ schreibt. Wie dessen Top-Ten nun aber zeigt, gibt es inzwischen auch Modelle, die ihren Besitzern Freude machen.

    Nummer eins 

    Lada Niva
    © Foto: Lada Niva
    Der Lada Niva kann kaum als cool bezeichnet werden, im Gegensatz zu Legenden derselben Klasse wie es der Land Rover Defender oder das Mercedes G-Modell sind. Der sowjetische Geländewagen ist viel günstiger und steht den beiden SUVs dabei an Geländefähigkeit in nichts nach. Der Niva ist dafür hergestellt geworden, um dorthin zu kommen, „wo es keine Straßen, sondern bestenfalls Schneisen im Wald oder schlaglochübersäte Feldwege gibt“.

    Doch Ausstattung und Komfort des Wagens sind minimalistisch. Der Motor springt nicht schnell an, die Federung ähnelt der von Fahrzeugen aus der Vorkriegszeit. Nur mit Mühe kann man steuern und schalten. Aber bei regelmäßiger Pflege bleibt das Auto lange in gutem Zustand, wie das Magazin ergänzt: „Der Niva ist kein verzärteltes Luxusspielzeug, sondern ein Werkzeug.“

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    Nummer zwei 

    Wolga GAZ-24
    © Sputnik/ Yuriy Ivanov
    Wolga GAZ-24

    Der nach dem großen russischen Fluss benannte Wolga GAZ-24 „bahnt sich unaufhaltsam wie der breite Strom den Weg durch Jahrzehnte“, so die Zeitschrift. Der Wagen sieht aus wie eine Mischung aus Opel Rekord A und Dodge Dart und ähnelt von der Größe her einem Opel Admiral.

    Der Innenraum des Wolga erstaunt durch  seine Breite. Die Fahrt mit dem GAZ-24 hinterlasse keinen so schlimmen Eindruck wie man glaubt, die Steuerung aber funktioniere nach einem veralteten Prinzip und wirkt „sehr amerikanisch“. Der Motor erinnere in seiner Konstruktion an den von Opel, ist aber völlig aus Leichtmetall gebaut und arbeitet leise und antriebskräftig. Beständigkeit aber sei dem Auto sicher nicht abzusprechen, der Wagen läuft auch unter schwierigsten Bedingungen wie minderwertigem Öl oder Benzin.

    Nummer drei 

    UAZ 469
    © Sputnik/ Yu. Kravchuk
    UAZ 469

    In der Top-10-Liste wurde noch ein sowjetischer Geländewagen genannt, der UAZ 469. Komfort ist in diesem „klassisch aussehenden Offroader“ nicht vorgesehen, ebenso wie die Furcht vor Hindernissen. Das Auto leiste seinem Besitzer grenzenlose Reisefreiheit – „zumindest innerhalb der erlaubten Landesgrenzen des damaligen Ostblocks“, ergänzt das Magazin. Die Bodenfreiheit beträgt 300 Millimeter bei der Militärversion und 220 Millimeter bei der Zivilversion. Aufgemotzte Technik ist hier nicht zu suchen, deshalb lässt sich der UAZ 469 mit örtlichen Mitteln leicht reparieren. 

    GAZ-13 Tschaika
    © Sputnik/ Ekaterina Chesnokova
    Der seit 1959 gebaute SUV genießt immer noch Popularität in der ehemaligen Sowjetunion. Auch in der Ex-DDR werden bis heute etwa 2.500 UAZ 469 gebraucht.

    Außerdem erzählt das Magazin über einen seltsam gebauten zweisitzigen Bohse Euro-Star, der auf der Basis des sowjetischen Lada 2105 in einer Kleinfabrik in Dörpen in Emsland produziert wurde.

    In die Liste kamen auch die ostdeutschen Modelle Barkas B 1000, Wartburg 1.3 und Trabant 601, der tschechische Tatra 613 und Skoda Felicia Fun sowie der relativ neue rumänische Dacia Logan 1.4 MPI.

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    Tags:
    Lada Niva, UdSSR, Deutschland, Russland
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    Alle Kommentare

    • Hey Ihr Heulsusen
      Der Trabbi ist das beste Auto !
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      BuO
      Es ist schon genial, was für tolle Autos die Russen bauen können. Wow.
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      Thomas
      Der gute alte Schiguli WAS-2101 mit 69 PS und 10-14 L/100Km heizte gut im Winter.
      Auch der Wolga 24 schluckte kräftig, dass die Taxibetriebe sich Gasflaschen einbauten um billiger zu fahren. Die Ventile und die Zylinderköpfe mußten da möglich gut, oder gut beschaffbar gewesen sein.
      Selbst der alte Volvo hat bei eigenen Gasumbauten einige Probleme mit der Überhitzung im Gasbetrieb.

      Ein Hingucker ist heute noch der M 21.

      planetcars-le.de/wolga-m.21
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      otto-remagenAntwort anBuO(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      BuO, schon selber gefahren ?
    • avatar
      otto-remagenAntwort anHey Ihr Heulsusen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hey Ihr Heulsusen, er fährt und fährt und........
    • Ritterkreuzträger
      Zu DDR Zeiten ist unser Nachbar mit einem Wolga rumgefahren. Er selber war Taxi Fahrer gewesen. Das markanteste am Wolga war die dicke Blecharosse, die blaue Wolke aus dem Auspuff und der hohe Spritverbrauch. Beim Lada Niva 4x4 war es so ähnlich, allein schon der Preis, da kam der normale Ostdeutsche nicht ran. Wir hatten kurz vor der Wende ein Lada 2102 Kombi gefahren, dass war für Ostdeutsche Arbeiterverhältnisse schon etwas gehobenes gewesen. Der war wirklich toll, auch der Spritverbrauch und die Laufleistung konnten sich gegenüber westlicher Konkurenz sehen lassen. Weitere Modelle wie der Saporosch aus der Ukraine, (damals Sowjetunion) liefen bei uns auch erfolgreich. Allein der Kofferaum im Motorraum war schon der der echte Hingucker gewesen. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Verlust der DDR, ging auch ein ganzes Jahrzehnt Inovation und Autogeschichte verloren. Der Westen hatte fast alle Fahrzeughersteller im Osten liquidiert und abgewickelt. Es erst Jahre später folgten namhafte deutsche Autohersteller, die sich dann der Sache im Osten annahmen, um das verloren gegangene Potenzial der Standorte wieder neu zu beleben. Nur wird heute unter anglo-amerikanischen Wirtschaftsbedingungen gewirtschaftet, man produziert Autos auf Halde und der Wertverlust eines Neuwagens ist abnorm. Zu DDR-Zeiten war ein gebrauchtes Auto mehr wert, als ein Neuwagen.

      Verweise:
      de.wikipedia.org/wiki/Lada_Schiguli
      de.wikipedia.org/wiki/Saporoshez_(Automarke)
    • Hey Ihr HeulsusenAntwort anRitterkreuzträger(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ritterkreuzträger,
      es war viel schön in der DDR
    • RitterkreuzträgerAntwort anHey Ihr Heulsusen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hey Ihr Heulsusen, kommt drauf an, die Umweltverschmutzung und der Überwachungsstaat, fand ich nicht so toll in der DDR. Und irgendwie ist dieser materialistische-marxistische Ideologiebolzen im Kopf dann zum Schluss doch nur noch weggebrochen. Auf sozialer, kultureller, gesellschaftlichen und wie familiärer Ebene möchte ich an der DDR nichts schlechtes äußern. Sie hatte trotz Sojwet-Besatzung, Abgabepflichten und Planwirtschaft es dennoch geschafft ihre Kinder für die Zukunft groß zu ziehen. Das schafft diese BRD-GmbH nicht mehr, die holt lieber kriminelle Ausländer rein, um das eigene Volk zu vernichten.
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      ewdw
      Diese Schrottboxen werden nicht von den Deutschen sondern von hängengebliebenen Zonen-Nostalgikern mit verblichenen SED Parteibuch geliebt :-)
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      nva fallschirmjäger
      Hatte früher einen Moskwitsch 412 als Kombi da haste mehr einladen können als in einen Bulli!Mit 75 PS war er zu dieser Zeit gut motorisiert.Fuhr ihn bis 1994 und verkaufte ihn dann an einen Oberts der Roten Armee mit allen Erstzteilen für 700 DM.Der bekam feuchte Augen weil ich vom Anlasser,Lichtmaschiene und andere wichtige Erstzteile mitgab.
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